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Lohrberg in Frankfurt Schranke am Lohrberg erneut zerstört

Am Parkplatz vor der Lohrberg-Schänke im Frankfurter Stadtteil Seckbach gibt es doch noch keinen versenkbaren Poller, aber dafür eine weitere kaputte Schranke - die zehnte mittlerweile.

Lohrberg im Frankfurter Stadtteil Seckbach
Die Schranke am Lohrberg-Parkplatz. Ein versenkbarer Poller soll sie ersetzen. Foto: Christoph Boeckheler

Man stelle sich vor: Die Behörden unserer sympathisch kleinen, aber stark wachsenden Metropole wollen die Bevölkerung davon abhalten, blindlings mit ihren Autos in ein beliebtes Naherholungsgebiet zu brausen. Dazu errichten sie eine Schranke. Dann kommt jemand und macht die schöne Schranke kaputt. Dann errichten die Behörden wieder eine Schranke. Dann macht sie wieder jemand kaputt. Die Behörden bauen wieder eine Schranke. Jemand macht sie kaputt. Neue Schranke. Kaputt. Schranke. Kaputt. Schranke. Kaputt.

Die FR möchte Sie wirklich nicht langweilen, aber so geht das seit Jahren am Lohrberg. Diese Woche gab es laut Statistik des örtlichen Kleingärtnervereins (KGV) ein Jubiläum: Die zehnte Schranke wurde am Montag montiert – und am Mittwoch wieder zerstört, wie Bernd Vockenberg berichtet, 1. Vorsitzender des KGV. Offensichtlich sei der Pfosten umgefahren worden. Eine Ausnahme. „Sonst wird die Schranke meist regelrecht abgeknickt“, sagt der Kleingärtnerchef. Unter den Vereinsmitgliedern liefen Wetten, wie lang es jeweils dauere, bis die Barriere wieder zerstört sei.

Dabei sollte es diesmal eine dauerhafte Lösung sein. Vom 20. Juli an, hatte das Grünflächenamt kommuniziert, werde ein versenkbarer Poller eingebaut, der sich nicht so leicht demolieren lasse. Die Kleingärtner waren erfreut. Allein: Das war wohl ein amtliches Missverständnis. Wie Bernd Roser vom Grünflächenamt am Freitag auf Anfrage sagte, war nicht der 20. Juli gemeint, sondern der 20. August. Immerhin: „Das ziehen wir jetzt vor“, sagte Roser, „Mitte August ist der Poller betriebsbereit.“

Interessant wird sein, wie die Zugangsberechtigung geregelt wird. Die Schranken ließen sich (wenn man sie partout nicht über den Haufen fahren wollte) mit einem Code öffnen, der nach Erkenntnissen der Kleingärtner, nun ja, nicht der allerhöchsten Geheimhaltungsstufe unterlag. „Den Code kannte inzwischen jeder“, sagt Vockenberg.

Berechtigt ist in erster Linie das Personal der Gaststätte „Lohrberg-Schänke“, um Lieferanten einzulassen. Ob es für den Poller wieder ein Code sein wird, konnte Roser noch nicht sagen. „Auf jeden Fall ist mit der Schänke vereinbart, dass künftig stringenter gehandhabt wird, wer Zugang erhält.“

Beim KGV ist man gespannt, ob das Schranke-kaputt-Spiel damit vorbei ist. Am Freitag wurde wieder eine montiert. „Was das immer wieder kostet“, sagt Vockenberg. „Wir hätten ja längst eine Kamera aufgestellt, um herauszukriegen, wer das war“, sagt er. „Aber wir durften nicht.“

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