Lade Inhalte...

Kultur in Frankfurt Kultursalon für jedermann auf der Berger

Die Interkulturelle Bühne in Frankfurt hat einen neuen Standort. Ab Donnerstag bietet sie in ihrem Kultursalon auf der Berger Straße Kleinkunst an.

Theaterleiter Yusuf Kilic in seiner neuen Dependance auf der Berger Straße 253/Ecke Gronauer Straße.

Bereits im Dezember mussten die Menschen im Kultursalon an der Berger Straße zusammenrücken. Damals kamen etwa 70 Besucher in den knapp 80 Quadratmeter großen Raum, um die Komiker zu sehen, die am neuen Standort der interkulturellen Bühne auftraten. „Da sind wir zusammengerückt“ beschreibt Theaterleiter Yusuf Kilic die Situation. Das sei aber kein Problem. Im Gegenteil: Ein wichtiger Teil des Konzepts ist die Nähe zwischen Künstlern und Zuschauern. „Die bestand auf jeden Fall“, fügt er lachend hinzu.

Eine solche Nähe sei auf der interkulturellen Bühne, gelegen in der Straße Alt Bornheim 32, nicht möglich. Im Kultursalon stehen die Künstler nur auf einem kleinen Absatz vor der Theke, direkt neben den Tischen der Gäste. Das schaffe Wohnzimmeratmosphäre. Neben Komikern sollen künftig Musiker und Schauspieler zu sehen sein, zudem werden Lesungen und Kunstausstellungen stattfinden.

Vor allem Menschen ohne Bühnenerfahrung sollen die Möglichkeit erhalten, ihr Talent zu beweisen. „Wer sich noch nicht auf die große Bühne traut, kann sich hier erst einmal im Kreise von Familie und Freunden ausprobieren“, erklärt Kilic. Ein Auftritt für Künstler ist kostenlos, auch der Eintritt für Besucher. Nur der Auftrittstermin müsse abgesprochen werden.

Offiziell eröffnet wird der Kultursalon aber erst am morgigen Donnerstag, 18. Januar. Um 20 Uhr trägt das Kabarett-Improvisations-Duo „Uschi & Günni“ private Kleinkriege aus und kommentiert das aktuelle Geschehen im Lande. Auftritte der beiden gibt es künftig an jedem dritten Donnerstag im Monat. Zudem zieren zur Eröffnung Malereien des Künstlers Felix Heine aus Offenbach die Wände.

Der erste Donnerstag im Monat ist für die Jazzband „Jason Mood“ vorgemerkt. Angedacht ist zudem, an Sonntagen ein Frühstück auszurichten, an dem jeder teilnehmen kann. Brötchen, Aufschnitt und dergleichen sollten aber mitgebracht werden. „So ähnlich, wie in einem Biergarten“, erklärt Benjamin Zachriat, Regisseur der interkulturellen Bühne. Getränke indes gibt es im Salon. Ein Wasser gibt es für einen Euro, ein Bier für 2,20 Euro. „Es geht beim Frühstück vor allem darum, dass die Leute miteinander ins Gespräch kommen“, hofft Kilic.

Das Projekt soll sich über die Getränke finanzieren. Zudem gehe nach den Darbietungen ein „Spendenhut“ durch die Reihen. Jeder, der möchte, könne etwas geben. „Eine Familie mit Kindern kommt bei einem Besuch der interkulturellen Bühne schon einmal auf einen Betrag von 100 Euro“, sagt Kilic. Das könne sich nicht jeder leisten. Der Kultursalon will auch nicht betuchten Menschen ein kulturelles Angebot machen. Das wird von den Verantwortlichen der Stadt auch gelobt, finanzielle Zuschüsse gebe es allerdings leider nicht, bedauert Kilic.

Auch die interkulturelle Bühne startet mit einem neuen Programm ins Jahr. Zwölf Premieren und Uraufführungen stehen auf dem Plan. Den Auftakt bildet am kommenden Freitag um 20 Uhr die Komödie „Ach, so ein Ding!“, geschrieben und inszeniert von Theaterleiter Kilic persönlich. Das Stück erzählt auf humorvolle Weise, wie Familie und Freunde den Workaholic Anton auf unkonventionelle Art zu weniger Arbeit und mehr Zeit für seine Liebsten bewegen wollen. Eine Geschichte, entstanden aus Gesprächen mit Menschen im Alltag. Wie so viele Geschichten Kilics.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen