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Klimawandel in Frankfurt Warten auf mehr Grün

Der Paul-Arnsberg-Platz im Frankfurter Ostend wird umgestaltet. Das Areal soll an die Folgen der Klimaerwärmung angepasst werden.

Paul-Arnsberg-Platz in Frankfurt
Um im Sommer für ein besseres Klima zu sorgen, stellte die Stadt ein ?Mobiles Grünes Zimmer? auf den Paul-Arnsberg-Platz. Foto: Peter Jülich

Die Menschen am Paul-Arnsberg-Platz brauchen Geduld. Frühestens in fünf Jahren ist mit einer Umgestaltung des Areals unweit der Europäischen Zentralbank zu rechnen, heißt es aus dem Umweltdezernat. Noch gibt es weder Planungsmittel noch Geld für eine Verschönerung. Auch der Wunsch des Ortsbeirats 4 zur Platzgestaltung stehe noch aus.

Über diesen wird in der kommenden Sitzung des Gremiums am Dienstag, 11. September, diskutiert. Auf der Tagesordnung steht ein gemeinsamer Antrag von SPD, Grüne, CDU, FDP und Die Frankfurter. Darin fordern die Stadtteilpolitiker, den dreieckigen Platz weiterzuentwickeln. „Dabei sollte die Bürgerschaft mit einbezogen werden.“ Ziel sei es, den Platz an die Folgen der Klimaerwärmung anzupassen.

Im Sommer wird es auf dem Areal extrem heiß, klagen die Anwohner. Der Platz sei zudem trist und wenig einladend. Seit anderthalb Jahren beschäftigt sich die Initiative PAPI des Vereins L(i)ebenswertes Ostend mit der Umgestaltung. Gemeinsam mit den Anwohnern hat die Gruppe drei Vorschläge erarbeitet. Darin geht es vor allem um mehr Grün, Wasserspiele für Kinder und schattige Sitzgelegenheiten, sagt die Sprecherin der Initiative, Gudrun Schmidt. Auch soll der Paul-Arnsberg-Platz wenigstens zum Teil entsiegelt werden. Nach diesem Sommer sei klar, „dass nicht nur bei Neubauprojekten etwas gegen die Auswirkungen des Klimawandels getan werden muss, sondern auch im Bestand“. Die Ideen von PAPI sollen bei einer künftigen Planung aufgegriffen werden, sagt Janina Teresa Steinkrüger aus dem Umweltdezernat. Welche Anregungen umgesetzt werden können, sei noch offen. Vorgesehen sei, dass das Umweltdezernat gemeinsam mit dem Planungs- und dem Grünflächenamt an dem Umgestaltung arbeiten. Denkbar sei, dass die Pläne exemplarisch auch auf andere Plätze übertragen werden könnten, wie die Stadt die Auswirkungen des Klimawandels im Bestand berücksichtigt.

Die Initiative wappnet sich für die weitere Planung. Für Oktober haben sie einen VHS-Kurs mit einer Stadtplanerin organisiert. Darin wollen sie lernen, wie sie ihre Ideen weiterentwickeln können und sich Anregungen in anderen Kommunen holen.

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