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KidS Betreuung für Kinder am Atzelberg

Philip Hofmann ist der neue Leiter von „KidS Seckbach“. Der Teenie-Club am Atzelbergplatz richtet sich an Kids zwischen Hort und Jugendhaus.

Hofmann
Das Vertrauen der Kinder möchte Hofmann mit Musik und Sport gewinnen. Foto: Christoph Boeckheler

Der neue Leiter von KidS Seckbach wohnt in Hofheim. „So kann man vielleicht auch mal Feierabend machen“, sagt Philip Hofmann, der im Main-Taunus-Kreis verwurzelt ist und dort schon in zwei Jugendhäusern gearbeitet hat. Im April hat er seine neue Stelle im Kinder- und Jugendtreff am Atzelbergplatz angetreten.

Auch wenn er nicht im Stadtteil wohnt, ist Hofmann als Vollzeitkraft omnipräsent. „Meine Arbeit hört nicht an der Bürotür auf“, erklärt der 37-Jährige. Im Oktober möchte er sich im Ortsbeirat 11 vorstellen, wenn das Gremium das nächste Mal in Seckbach tagt. Auch sonst sucht er den Kontakt zu den Akteuren vor Ort, will sich vernetzen, die Menschen kennenlernen. „Der Prozess ist noch nicht abgeschlossen, aber ich bin auf einem guten Weg.“

Dass er sich einarbeiten muss, liegt daran, dass sein Vorgänger Yannick Stemmildt die Leitung der „Erweiterten Schulischen Betreuung“ an der Pestalozzischule am Rand der Riederwaldsiedlung übernommen hat. Der Verein „Kinder in der Stadt“ (KidS), unter dem auch KidS Seckbach firmiert, hat dort die Trägerschaft.

Seit zehn Jahren arbeitet Hofmann, der bis 2010 Soziale Arbeit studiert hat, in der offenen Kinder- und Jugendarbeit. „Ich halte es für wichtig, ein verlässlicher Ansprechpartner zu sein.“ Er ist zwar eher ein ruhiger Zeitgenosse, „trotzdem bin ich sehr klar und direkt“. Der Sozialpädagoge legt Wert auf gute Umgangsformen. „Ich beleidige meinen Gegenüber nicht und dulde das auch nicht von den Kids.“

Deren Vertrauen will Hofmann mit Musik und Sport gewinnen. Er ist von Haus aus Schlagzeuger. „Ich kann den Kindern aber auch die Grundtöne auf dem Klavier oder der Bass-Gitarre beibringen.“ Darüber möchte er mit American Football eine Alternative zum Fußball ermöglichen. „Wir wollen unsere Palette verbreitern.“

Wichtig sei, nah an den Jugendlichen dran zu sein und auf ihre Bedürfnisse einzugehen. Da trifft es sich gut, dass seine drei Mitarbeiter schon lange bei KidS Seckbach aktiv sind. „Die Kollegen haben einen großen Erfahrungsschatz“, sagt Hofmann. „Für mich bedeutet das: schnell aufholen.“ Rund 20 Teenager zwischen elf und 15 Jahren sowie 20 Jugendliche zwischen 15 und 23 Jahren nähmen die offenen Angebote regelmäßig wahr. Dazu zählen Billard und Tischkicker, Kreativwerkstätte und Kinoabende, Hausaufgabenhilfe und Berufsberatung.

Lange war die Atzelbergsiedlung mit ihren Hochhäusern als sozialer Brennpunkt verschrien. Auch heute noch besuchten viele Jugendliche aus prekären Verhältnissen den Treff, sagt die neue Geschäftsführerin des Vereins „Kinder in der Stadt“, Simone Koch. Deshalb sei die Einrichtung vor 15 Jahren bewusst am Atzelbergplatz gegründet worden und nicht etwa in Alt-Seckbach.

Entstanden ist sie als „Lückenkinderprojekt“ für jene, die zu alt für den Hort und zu jung für das Jugendhaus sind. „Viele fangen im Teenie-Club an und wechseln dann in den Jugendbereich“, sagt Koch. Vor allem für Ältere seien die Angebote in Seckbach begrenzt. Deshalb sollen sie am Angebot aktiv mitwirken. „Die Kunst des Sozialarbeiters ist es, mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen.“

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