Lade Inhalte...

Frankfurter Turnverein Sportler müssen pausieren

Der Frankfurter Turnverein baut in den Sommerferien sein Zentrum im Ostend um. Die Arbeiten sind dringend notwendig. An vielen Ecken bröckelt der Putz in der 500 Quadratmeter großen Sporthalle.

Aikidolehrgang
Die große Halle im Ravenstein-Zentrum ist in die Jahre gekommen. Dort finden unter anderem die Aikidolehrgänge statt. Foto: FTV 1860

In den Sommerferien müssen viele Mitglieder des Frankfurter Turnvereins (FTV) 1860 pausieren. Der Club möchte die Zeit bis Anfang August nutzen, um Teile des Ravenstein-Zentrums an der Pfingstweidstraße umzubauen und zu modernisieren. Bereits im vergangenen Jahr haben die Sportler viel Geld für Sanierungen im Vereinsdomizil ausgegeben, weitere Investitionen stehen 2019 an.

In den Sommermonaten soll etwa die alte Halle grundsaniert werden, kündigt der Vorsitzende Gerd Kindleben an. Dann werde der Sportbetrieb ohnehin zurückgefahren. Auch haben die Schulen, die die Halle vor- und nachmmittags angemietet haben, geschlossen.

Die Arbeiten sind dringend notwendig. An vielen Ecken bröckelt der Putz in der 500 Quadratmeter großen Sporthalle, „der ist zum Teil noch aus den 50er Jahren“. Überarbeiten möchte der Verein auch die Holzverschalung, die einen neuen Brandschutzanstrich erhält. Um Energie zu sparen, sollen die Glasbausteine durch modernde Fenster und die Leuchtstoffröhren durch LED-Lampen ausgetauscht werden.

Seit Jahren ist der Verein damit beschäftigt, das Zentrum auf Vordermann zu bringen, sagt Kindleben. Das Domizil ist in die Jahre gekommen. Der erste Bau stammte aus dem Jahr 1878. Eine Bombe zerstörte das Gebäude im Zweiten Weltkrieg. Im Eingangsbereich sind noch Reste der Sandsteinmauer zu sehen. 1953 wurde die Halle wiederaufgebaut, „von einem Verein ohne Geld“, sagt der Vorsitzende. „Damals galt es, so billig wie möglich zu bauen.“ Das mache sich jetzt bemerkbar.

2017 hat der FTV rund 40 000 Euro in Sanierungen investiert, mehr als die Hälfte hat er aus eigener Tasche gezahlt. In diesem und im kommenden Jahr fließt etwa 310 000 Euro in das Ravenstein-Zentrum. 66 000 Euro davon übernimmt der Verein, der das Geld über Rücklagen, Mitgliedsbeiträge, Einnahmen über die Vermietung und Spenden aufbringt. Der Rest kommt über das städtische Energiereferat und das Sportamt, das Land Hessen und den Landessportbund.

LED für die Umwelt

Im vergangenen Jahr investierten die Sportler in die Fenster, von denen viele noch einfachverglast waren, sagt Kindleben. Auch mit der Sanierung der Flachdächer wurde begonnen. Da das Vereinsdomizil über die Jahre immer weiter ausgebaut und erweitert wurde, sei es sehr verwinkelt gebaut.

Noch in diesem Jahr sollen zwei weitere Dächer angegangen werden. Auch die Umstellung auf LED-Lampen möchte Gerd Kindleben abschließen. Ziel ist es etwas für die Umwelt zu tun und Energie zu sparen. In diesem Sinne hat der Verein bereits vor zehn Jahren ein Energiekonzept für das Zentrum entwickelt. So hat er etwa die alte Heizung durch ein Blockheizkraftwerk ausgetauscht, zwei Photovoltaikanlagen auf den Dächern installiert und dezentrale Kreisläufe für die Heizwasserverteilung eingebaut.

Im kommenden Jahr gehen die Arbeiten weiter. Dann möchte der Turnverein etwa die angegliederte Hans-Grötsch-Sporthalle klimatisieren. „Da wird es derzeit sehr heiß“, sagt Kindleben. Auch der Parkettboden dort soll erneuert werden.

Angehen will der Verein auch den Fechtraum. Dieser sei zu kurz. Ihm fehlten etwa 1,5 Meter, um der offiziellen Länge von Fechtbahnen zu entsprechen. Für Anfänger sei dies unerheblich, sagt der Vorsitzende. Der Verein habe aber auch Sportler, die bei Deutschen Meisterschaften antreten: „Die merken es, wenn da ein Meter fehlt.“

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen