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Frankfurt-Seckbach Anwohner zählen Autos

Eine Aktionsgruppe will auf der vielbefahrenen Wilhelmshöher Straße den Verkehr messen. Sie hat Kontakt zur Verkehrsgesellschaft Traffiq und zur Umweltorganisation Greenpeace aufgenommen.

Wilhelmshöher Straße in Seckbach
Eng und vielbefahren: die Seckbacher Hauptstraße. Foto: Rolf Oeser

Die Aktionsgruppe „Verkehrsberuhigung Wilhelmshöher“ plant eine eigene Verkehrszählung. Voraussichtlich am Dienstag, 21. März, möchte die Gruppe die Geschwindigkeiten der Fahrzeuge auf der Wilhelmshöher Straße mit einem Messgerät festhalten, teilt Sprecherin Bonny Fischer der FR mit. Der Verkehrsclub Deutschland unterstütze das Vorhaben.

Die Wilhelmshöher Straße zieht sich von der Heinz-Herbert-Karry-Straße im Westen bis zur Vilbeler Landstraße im Osten. Seit Jahren setzen sich Bürger für eine Verkehrsberuhigung ein, denn von der Stadt fühlen sie sich vernachlässigt. Sie ärgern sich vor allem über Lastwagen, die viel zu schnell durch den Ortskern donnern.

Erst in der vergangenen Woche habe ein sehr großer Lkw ein Schild und einen Teil eines Hausvorsprungs demoliert, moniert Fischer. „Die Tochter eines Gruppenmitglieds und ihre Freundin konnten den herabfallenden Mauersteinen gerade noch ausweichen.“ Der Lastwagenfahrer habe den Vorfall nicht bemerkt.

Luftmessung mit Greenpeace

Die Aktionsgruppe setzt sich zur Wehr: Sie möchte die offiziellen Verkehrszahlen analysieren. Wie berichtet, hatte das Referat Mobilitäts- und Verkehrsplanung im Oktober den Verkehr auf der Wilhelmshöher Straße gezählt. „Ein Vergleich mit älteren Zählungen zeigt, dass sich sowohl die Gesamtverkehrsmengen als auch die Lkw-Anteile nicht wesentlich geändert haben“, teilte Mitarbeiter Wolfgang Preising der FR mit.

Die Aktionsgruppe hatte sich Ende vergangenen Jahres gegründet. Im Januar stellte sie sich im Stadtteil vor. Die Anwohner planen langfristige Aktionen, etwa Falschparker aufzuschreiben und Banner zu malen. Ihre Forderungen haben sie bereits dem neuen Verkehrsdezernenten Klaus Oesterling (SPD) unterbreitet.

Mit der Verkehrsgesellschaft Traffiq ist die Aktionsgruppe in Gesprächen, um die ihrer Ansicht nach gefährliche Fahrweise von Busfahrern in den Griff zu bekommen. Immer wieder wichen diese auf Bürgersteige aus und ignorierten Tempo 30-Schilder. Die Gruppe hat auch Kontakt zur Umweltorganisation Greenpeace aufgenommen, um eine Luftmessung vorzunehmen.

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