Lade Inhalte...

Frankfurt-Ostend Premiere für Festival „Grünwärts“

Bei „Grünwärts“ geht es vor allem um eine gesündere und lebenswertere Umwelt. Initiativen stellen dabei ihre Nachhaltigkeitskonzepte vor.

Reisefieber
In entspannter Atmosphäre etwas über Nachhaltigkeit lernen, das ist das Konzept des Festivals. Foto: Rolf Oeser

Mit dem Rad zur Arbeit fahren oder einen Mehrwegbecher zum Coffeeshop mitnehmen: Nachhaltigkeit beginnt oft im Kleinen. Einmal mehr wurde das am Sonntag an der Osthafenmole deutlich, wo die Vereine Pier F und Transition Town Frankfurt erstmals das Nachhaltigkeitsfestival „Grünwärts“ ausgerichtet haben. Ob ökologisches Bauen, neue Energiekonzepte oder klimafreundlicher Konsum – die Themen waren vielfältig.

Was früher zwei separate Veranstaltungen waren, das Pier Festival und der Wandeltag, ist nun zusammengewachsen. Knapp 40 Aussteller informieren am Franziusplatz über ihre Nachhaltigkeitskonzepte. Initiiert wurde die Kooperation von Susanne Petry (Pier F) und Matthias Emde (Transition Town). „Weil wir dieselbe Zielgruppe haben, bot sich die Zusammenlegung an“, erklärt Petry.

Ziel sei neben dem Aufklärungsgedanken die Vernetzung der Initiativen untereinander – und das Konzept geht auf: Viele neue Aussteller seien in diesem Jahr dabei. „In punkto Solarenergie zum Beispiel“, sagt Emde. So ist die „Sonneninitiative“ mit ihrem Projekt „Bürgersonnenkraftwerk“ vertreten, einer vom Verein gemeinschaftlich betriebenen Photovoltaikanlage.

Erstmals dabei ist auch Thomas Scheimer mit der platzsparenden Modulbauweise „Zinipi“. Er präsentiert ein sogenanntes „Tiny House“ aus Zirbenholz. Die kompakten Häuser kommen dank Stecktechnik ohne Leim und Nägel aus, sind solarbetrieben und daher energieunabhängig und zu 100 Prozent ökologisch.

Angetan vom minimalistischen Stil

Besucherin Jutta Bierwirth zeigt sich angetan von dem minimalistischen Stil. „Hier in Frankfurt wird eine Fläche nach der anderen zugebaut“, ärgert sie sich.

Das sehen auch viele junge Menschen ähnlich. Ein Großteil der Gäste am Sonntag ist in den Zwanzigern; darunter Judith Brandt. „Die Atmosphäre hier ist super“, lobt sie. Genau so müsse man die Thematik transportieren, findet sie und verweist auf das Bühnenprogramm. Dort spielt unter andere Matthias Baumgardt, der ehemalige Gitarrist der Frankfurter Punkrockband „Strassenjungs“.

Die nachhaltige Landwirtschaft ist ebenfalls ein Thema. SoLawi Frankfurt (Netzwerk Solidarische Landwirtschaft) ist mit einem Stand vertreten, um für den Kauf regionaler Lebensmittel und den Erhalt von kleineren Bauernhöfen zu werben. Wie jeder Einzelne im Alltag seinen Beitrag zu einem nachhaltigen Frankfurt leisten kann, zeigt der Verein Shout out Loud, der ein Statement gegen die Wegwerfgesellschaft setzt, indem er den Festivalbesuchern zeigt, wie Gemüseaufstriche oder Grüne Soße aus geretteten Lebensmitteln zubereitet werden können.

Petry und Emde sind zufrieden mit der Resonanz und wollen das Festival erneut ausrichten.

Lesen Sie weitere Berichte aus Ostend

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen