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Frankfurt-Ostend Mit Schere und Kleber gegen Weihnachtsstress

Im Nachbarschaftszentrum Ostend werden Grußkarten und Geschenkanhänger mit Gemeinschaftsgefühl gebastelt. Die beiden Stadtteilbotschafterinnen wollen damit Nachbarn ins Gespräch bringen.

Frohes Weihnachtsbasteln
Beim Basteln packen Nora Rosenberger und Julia Messerschmidt (mit Mütze von links) mit an. Foto: Michael Schick

Das über Nacht eingesetzte Winterwetter könnte am Sonntagnachmittag kaum besser zum Ambiente im Nachbarschaftszentrum Ostend passen. Während vor der breiten Fensterfront im dritten Stock leise der Schnee herab rieselt, wird drinnen eifrig gebastelt. Die Stadtteilbotschafterinnen der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Julia Messerschmidt und Nora Rosenberger, haben am ersten Advent zum „Frohen Weihnachtsbasteln“ eingeladen.

Sieben Frauen und ein Mann sind der Einladung gefolgt. Sie sitzen verteilt an Tischen, schneiden, kleben und falten Pappe und Papier. Geschenkanhänger und Grußkarten sollen daraus entstehen. Muster von solchen Karten stehen bereits auf den Tischen. Die Vorlagen stammen von Silke Burkhart, ehemalige Bürgerakademikerin der Polytechnischen Stiftung, die selbstgebastelte Grußkarten und Geschenkverpackungen vertreibt. Von den beiden 16-jährigen Stadtteilbotschafterinnen wurde sie engagiert, um den Bastel-Workshop unentgeltlich zu leiten.

Die Helmholtzschülerinnen hätten den Raum organisiert, Essen vorbereitet und das Nachbarschaftszentrum als Kooperationspartner gewonnen sowie Werbung für die Veranstaltung gemacht, berichtet Petra Rothe, die die beiden als Mentorin der Polytechnischen Stiftung unterstützt. Mit der Resonanz ihrer ersten gemeinsamen, ehrenamtlichen Veranstaltung seien die beiden Jugendlichen zufrieden. „Wir wollten Menschen mit dem Basteln zusammen bringen“, sagt Julia Messerschmidt. Sie erhofften sich dadurch einen „stärkeren Zusammenhalt“ im Viertel. Dem Stress der Vorweihnachtszeit könnten die Teilnehmer für einige Stunden entgehen und in entspannter Atmosphäre Geschenke selbst herstellen, ergänzt Rosenberger.

Inge Dreyling freut sich, mal wieder mit Schere und Kleber zu hantieren. Als ehemalige Erzieherin habe sie früher viel gebastelt, berichtet die 85-Jährige. Das „kreative Gehirn anspitzen“, möchte eine andere Teilnehmerin. „Ich bastele gar nicht so oft, aber es macht Spaß“, sagt Gabriel, der mit seiner Mutter gekommen ist, für die er gerade einen Anhänger ausschneidet und mit dem Stempelaufdruck „Für Dich“ versieht. An Mamas Weihnachtsgeschenk will ihn der Zwölfjährige hängen.

Kreativ sein und dabei mit anderen ins Gespräch kommen. das sei ein Ziel ihrer Veranstaltung, sagt Rosenberger. Vor Ostern wollen die Stadtteilbotschafterinnen wohl wieder einen kreativen Workshop anbieten.

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