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Frankfurt-Ostend Investor plant Wohnungen an Wingertstraße

Vierzig Eigentumswohnungen plant ein Investor an der Wingertstraße. Dort residierte bis vor kurzem die Frankfurter Werkgemeinschaft, bei der 160 psychisch kranke Menschen arbeiten.

Auf dem Grundstück der ehemaligen Frankfurter Werkgemeinschaft an der Wingertstraße 29-31 werden voraussichtlich 40 Eigentumswohnungen entstehen. Im kommenden Jahr sollen die Bauarbeiten beginnen. Ende vergangenen Jahres hat die Werkstatt für psychisch kranke Menschen den Standort aufgegeben. Das Gros ist in den Cassellapark nach Fechenheim umgezogen.

Bereits seit Sommer steht der größte Teil des Gebäudes leer. Die Fassade ist mit Graffiti beschmiert, eine kaputte Couch lehnt an der Front. Hinter den Fenstern der einstigen „Boutique Känguruh“ ist es dunkel. Auch auf dem restlichen Gelände der Consors-Betriebe der Werkgemeinschaft, in der mehr als 160 Menschen gearbeitet haben, ist es still.

Vor anderthalb Jahren hat der Verein die Liegenschaft verkauft, berichtet Geschäftsführer Torsten Neubacher, „nachdem klar war, dass wir umziehen müssen“. Der Standort sei unattraktiv gewesen. Zu klein für die Andienung und zu dunkel. Im April soll der Bauprojektentwickler FBW aus Dreieich das Gelände übernehmen.

Baubeginn soll 2019 sein

Die FBW möchte die Liegenschaft abreißen und dort ein Wohnhaus errichten, sagt Geschäftsführer Pietro-Fabrizio Floresta. 40 Eigentumswohnungen sollen an der Wingertstraße entstehen, unter dem Neubau eine Tiefgarage. Bislang gebe es nur Entwürfe. FBW Projektbau orientiere sich an einer älteren Bauvoranfrage – auch damals sei ein Mehrfamilienhaus geplant gewesen. Derzeit werde an dem Bauantrag gearbeitet. Floresta rechnet mit einem Baubeginn 2019. Zwei Jahre später soll der Neubau stehen.

Damit endet endgültig die Zeit der Frankfurter Werkgemeinschaft, die seit 1985 ihren Sitz an der Wingertstraße gegenüber der Naxoshalle hatte. Im vergangenen Juli ist die Werkstatt, in der Menschen mit psychischer Behinderung im Bereich Druckerei, Montage, Konfektionierung und Verpackung sowie EDV arbeiten, nach Fechenheim gewechselt.

Zuletzt siedelte Ende vergangenen Jahres die Töpferei in eine Dependance im Musikantenweg im Nordend um. Dort werden jetzt die gegossene Gebrauchs- und Zierkeramiken hergestellt, die früher in der hauseigenen Boutique verkauft wurden. Der Standort im Musikantenweg musste noch umgebaut werden.

172 Menschen arbeiten derzeit in der Werkstatt im Cassellapark, sagt Neubacher. Am neuen Standort finde ein reger Austausch mit den anderen Firmen vor Ort statt. „Unsere Leute können dort etwa in anderen Betrieben eingesetzt werden.“ Etwa als Praktikant.

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