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Frankfurt-Ostend Genossenschaft gibt nicht auf

Die Wohnbaugenossenschaft Frankfurt will den Hof am Röderbergweg nachverdichten, obwohl ein entsprechender Bauantrag abgelehnt wurde.

Röderbergweg
Die Baugenossenschaft will am Röderbergweg bauen. Foto: Rolf Oeser

Die Wohnbaugenossenschaft Frankfurt hält an den Plänen fest, im Hinterhof der Liegenschaft Röderbergweg 71–81 einen Neubau mit 14 Wohnungen und eine Tiefgarage zu errichten. Die Bauaufsicht hat den Bauantrag für die Nachverdichtung abgelehnt (die FR berichtete). Die WBG möchte jetzt mit der Behörde verhandeln.

Die Genossenschaft wolle eine größere Fläche bebauen, als es der Bebauungsplan zulasse, sagt die Leiterin der Bauaufsicht Simone Zapke. Am Röderbergweg sei nur „eine bebauungsplankonforme Bebauung“ zulässig, da ansonsten „die Grünfläche stärker beeinträchtigt wird“. Grundsätzlich sei in dem Hof aber eine Nachverdichtung möglich. Wolle die WBG dort doch bauen, müsse sie ihre Pläne ändern. Da das Verfahren noch läuft, wollte sich Zapke nicht zu Details äußern.

Richte sich die Wohnbaugenossenschaft streng nach dem Bebauungsplan, dann müsste das Gebäude zwar schmaler, dafür aber um ein zusätzliches Stockwerk höher werden, sagt WBG-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Hoffmeister. Dann hätte der Bau vier Etagen und ein Staffelgeschoss. Der derzeitige Entwurf nehme nur geringfügig mehr Fläche in Anspruch als von der Stadt gestattet. „Unser Bau wäre gefälliger: breiter, und nicht so hoch.“

Für die Genossenschaft sei die Ablehnung ein „Zwischenschritt, der uns zurückwirft“, sagt Hoffmeister. Dennoch halte sie an dem Vorhaben fest. Mit den Arbeiten am Bau werde jetzt nicht wie vorgesehen im Herbst begonnen werden können. Der Vorsitzende ist guter Dinge, dass es mit der Bauaufsicht zu einer Einigung kommt. Es sei in Frankfurt üblich, dass derartige Abweichungen genehmigt würden.

Bei der Nachbarschaftsinitiative, die gegen die Nachverdichtung kämpft, hat die Entscheidung der Bauaufsicht für große Freude gesorgt. Sie befürchtet, dass durch den Neubau der derzeit mit Bäumen und Sträuchern bepflanzte Hof zerstört wird und es zum Hitzestau kommt. Die Initiative hoffe, dass die Genossenschaft nun das Projekt aufgibt, sagt Anwohnerin Gabriele Herbert.

Die Initiative ist überzeugt, dass der Einspruch der WBG bei der Behörde der Satzung widerspricht und eine Genehmigung der Mitglieder erforderlich macht. Nach wie vor klagt die Initiative auf eine außerordentliche Mitgliederversammlung. Dort will sie das Projekt kippen.  

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