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Frankfurt-Ost Die CDU fusioniert

Die Stadtbezirksverbände Fechenheim und Seckbach der Frankfurter CDU schließen sich zusammen. Wie die Vereine plagen die Parteien Nachwuchssorgen.

CDU in Frankfurt
Der Fechenheimer und Seckbacher CDU-Bezirksverband gehen gemeinsame Wege. (Symbolbild) Foto: dpa

Die Stadtbezirksverbände Fechenheim und Seckbach der Frankfurter CDU gehen ab Freitagabend gemeinsame Wege. „Es ist ein Stück weit eine neue Identität, die wir uns zulegen“, sagt Benjamin Wiewiorra, Fechenheimer und Fraktionsvorsitzender der CDU im Ortsbeirat 11. Der gemeinsame Stadtbezirksverband wird künftig „Frankfurt Ost“ heißen.

Seit mehr als zehn Jahren wurde immer wieder über eine Fusion nachgedacht, auch mit dem Stadtbezirksverband Riederwald. Schließlich bilden die drei Stadtteile im Frankfurter Osten einen gemeinsamen Ortsbezirk, den Elfer. Während die Riederwälder Christdemokraten vorerst unabhängig bleiben möchten, gingen die Seckbacher nun auf die Fechenheimer zu – aus einem einfachen Grund: Mitgliederschwund.

„Altersbedingt stehen Mitglieder öfter nicht mehr zur Verfügung, wir hätten bald keinen arbeitsfähigen Vorstand mehr gehabt“, sagt die bisherige Seckbacher Vorsitzende Birgit Busold, ebenfalls Mitglied der CDU-Fraktion im Ortsbeirat.

Ihr Fechenheimer Kollege Benjamin Wiewiorra sieht das Problem früher oder später auch auf seinen Stadtbezirksverband zukommen und zieht Parallelen zur Vereinswelt: „Den Clubs fehlt ebenso der Nachwuchs, vielleicht ist es aber auch etwas Politikverdrossenheit.“

Freitag finale Entscheidung

Gemeinsam kommen die zwei Verbände künftig auf knapp 80 Mitglieder. Auf beiden Seiten ist das Vorhaben auf große Zustimmung gestoßen. Zuletzt hatte sich vor einigen Jahren aus den Stadtbezirksverbänden Bonames, Eckenheim, Frankfurter Berg-Berkersheim und Preungesheim die CDU Frankfurt Nord-Ost formiert.

Am Freitagabend treffen sich die Fechenheimer und Seckbacher nun in der Henry-und-Emma-Budge-Stiftung in Seckbach, um bei einer gemeinsamen Mitgliederversammlung die Fusion final unter Dach und Fach zu bringen. Die bisherigen Vorstände müssen entlastet, der künftige Sitzungsturnus festgelegt und vor allem ein neuer, gemeinsamer Vorstand gewählt werden.

„Der Vorsitzende wird aus dem einen, sein Stellvertreter aus dem jeweils anderen Stadtteil kommen“, verrät Fraktionsvorsitzender Benjamin Wiewiorra, der darüber hinaus aber noch keine Namen potenzieller Kandidaten öffentlich preisgeben möchte. Getagt werden soll künftig abwechselnd in Fechenheim und in Seckbach. Auch Bernadette Weyland, die CDU-Kandidatin für die Frankfurter Oberbürgermeisterwahl im kommenden Jahr, will bei der Gründung vorbeischauen.

„Wir möchten unsere bisherige Arbeit in einem starken Team weiterführen“, blickt Birgit Busold in die gemeinsame Zukunft. Auch Benjamin Wiewiorra hofft auf positive Effekte und fügt angesichts der neuen Namensgebung etwas pathetisch hinzu: „Wir sind der Frankfurter Osten.“

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