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Feuerwehr in Bergen-Enkheim Rechtzeitig zum Brand

Die SPD kritisiert, dass sich die Einsatzkräfte im Stadtteil Bergen-Enkheim nicht auskennen. Die Feuerwehr widerspricht, dass sie zu spät zum Löschen gekommen sei.

Frankfurt
Die Feuerwehr im Einsatz. (Symbolbild) Foto: dpa

Warum findet die Feuerwehr bei einem Einsatz in unserem Stadtteil den Einsatzort nicht? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Ortsbeirat 16 in seiner Sitzung am kommenden Dienstag, 7. August. Nach Ansicht der Sozialdemokraten haben die Brandschützer in den vergangenen Jahren den Einsatzort öfter „nicht rechtzeitig erreicht“, kritisieren sie in einem Antrag.

In der Vorlage nennt die Fraktion beispielhaft einen Brand im Februar 2016 in der Straße Am Pohlsberg. „Hier hat die Feuerwehr den Einsatzort erst erreicht, als das Haus schon fast abgebrannt war.“ Im vergangenen Juni habe es zudem ein Feuer im Speierlingsweg gegeben. Damals „irrte die Feuerwehr erst über die Marktstraße umher, bis der Einsatzort erreicht wurde“.

Die Sozialdemokraten möchten deshalb wissen, wie die Feuerwehren und Rettungskräfte geschult werden, damit sie möglichst schnell, wie im gesetzlichen Rahmen vorgegeben, den Einsatzort erreichen.

Doch damit haben die Brandschützer nach eigenen Angaben gar kein Problem, sagt Feuerwehrsprecher Rainer Heisterkamp. Die Mitarbeiter machten regelmäßig Erkundungsfahrten durch ihren Wachbereich. Auch gebe es eine Straßenkunde. Bei jedem Ausrücken werde zudem eine ausgedruckte Karte verteilt. Seien im Quartier etwa Straßen durch Baustellen gesperrt, würden diese in den Wachen bei den morgendlichen Besprechungen der Einsatzkräfte erwähnt.

In der gesetzlichen Hilfefrist

Dementsprechend seien die Einsatzkräfte in den beiden genannten Fällen keineswegs zu spät gewesen, sagt Heisterkamp. Beim Brand 2016 sei das erste Fahrzeug sechs Minuten, nachdem der Notruf eingegangen ist, vor Ort gewesen. „Damit liegen wir in der gesetzlich vorgegebenen Hilfefrist“, die zehn Minuten vorschreibe. Auch das Frankfurter Schutzziel, wonach die Wagen nach fünf Minuten Fahrtzeit jeden bebauten Bereich der Stadt erreichen müssen, sei eingehalten worden. „Das war eine gute Zeit, da gibt es nichts zu bemängeln.“

Auch beim zweiten von der SPD genannten Brand, bei dem eine Isolierung an der Fassade eines Wohnhauses im Speierlingsweg Feuer gefangen habe, seien seine Kollegen rechtzeitig, nämlich nach sieben Minuten, vor Ort gewesen, sagt der Feuerwehrsprecher. Dass die Einsatzfahrzeuge über die Marktstraße geirrt wären, dementiert Heisterkamp.

Für den Laien könne das zwar so aussehen, da Feuerwehrwagen mitunter auch am Einsatzort vorbeiführen. Das sei dann der Fall, wenn ein Wagen einem anderen Einsatzfahrzeug Platz machen müsse – etwa wenn das Fahrzeug mit der Drehleiter benötigt werde, dieses aber nicht an erster Stelle fahre. Auch müssten die Großfahrzeuge mitunter wenden, um besser in enge Straßen einbiegen zu können, sagt Heisterkamp: „Das hat seinen Sinn!“

Der Ortsbeirat 16 trifft sich am Dienstag, 7. August, um 19.30 Uhr in der Nikolauskapelle Am Königshof, Marktstraße 56.

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