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Fechenheim Biotop am Main wird teurer

Der Magistrat stimmt den Altarm-Plänen zu. Das Ufer soll zu einer naturnahen Landschaft mit typischem Auencharakter werden.

Leinpfad
Der Leinpfad wird versetzt und neu gestaltet. Foto: Alex Kraus

Die Umgestaltung des Fechenheimer Mainufers nimmt Gestalt an: Der Magistrat der Stadt hat die Pläne des Umweltamtes, einen Altarm und eine dazu passende Landschaft entstehen zu lassen, zugestimmt. Die Kosten werden allerdings höher als gedacht. Nach Angaben der Magistrats lagen sie bisher bei rund drei Millionen Euro. Nun entstehen aber Gesamtkosten von 4,16 Millionen Euro.

Nach den Vorstellungen des Magistrats entsteht zwischen der Starkenburger Straße und dem Südrand des Fechenheimer Friedhofes parallel zum Main ein 700 Meter langer, unterschiedlich breiter und bis zu vier Meter tiefer Altarm. Die sich dadurch bildende Wasserfläche beträgt rund 30 000 Quadratmeter.

Mit der Errichtung des Alt-arms verfolgt die Stadt zwei Ziele. Vor allem soll die gewässerökologische Situation am Fluss verbessert werden. Es werden Lebensräume für Fische und Amphibien geschaffen sowie Rückzugsräume, Laich-, Aufwuchs- und Winterhabitate für Fischarten wie Karpfen, Hecht, Schleie, Ukelei, Nase, Rotauge, Blicke, Hasel, Brachse, Forelle und Zander.

Lurch – dazu zählen Frösche und Molche – können in den fischfreien Zonen laichen. Erreicht werden diese Zustände durch wechselnde Uferneigungen, Substrate und Flachwasserbereiche.

Zum anderen ist der Altarm ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer naturnahen Landschaft mit typischem Auencharakter, die am hiesigen Mainufer entstehen soll. So sollen die Naherholungsmöglichkeiten für die Fechenheimer verbessert werden.

Dazu gehört auch die Verlegung des bisherigen Leinpfades. Dieser wird zwischen der Starkenburger Straße und der oberen Mainanbindung entsiegelt und um den neuen Altarm herum neu gebaut. Dadurch kann auf zwei Brücken verzichtet werden, zudem entsteht eine ungestörte Uferzone und eine neue, unzugängliche Maininsel. Diese wird der natürlichen Sukzession überlassen.

Die Arbeiten sollen im Frühjahr 2019 beginnen und zum Jahresende fertiggestellt sein. Einen erheblichen Teil der Kosten trägt das Land Hessen in Form einer Förderung. Die liegt gemäß eines bereits positiv beschiedenen Antrages bei 2,27 Millionen Euro. Damit bezog sich die Stadt aber noch auf die ursprünglich anberaumte Gesamtsumme von etwa drei Millionen Euro.

Nun versucht der Magistrat, beim Land eine Aufstockung der Förderung auf mehr als drei Millionen Euro zu erreichen. Gelingt das, beträgt der Eigenanteil der Stadt rund eine Millionen Euro, ansonsten liegt er bei etwa 1,9 Millionen Euro.

Ein ebenfalls geplanter Altwasserteich mit 7400 Quadratmeter Fassungsvermögen in unmittelbarer Nähe wird parallel von Hessen Mobil als Ausgleichsmaßnahme gebaut und bezahlt, um Synergieeffekte zu nutzen.

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