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Fechenheim Anwohner wollen Pendler bremsen

Eine Bürgerinitiative stellt Ideen zur Verkehrsberuhigung in Fechenheim vor. Sie will unter anderem die Birsteiner Straße für Pendler unattraktiv machen.

Fechenheim
Sorgen sich um die Verkehrssicherheit (von links): Josef Funk, Andrea Zilcher, Norbert Meissner und Monika Wilke von der Bürgerinitiative Fechenheim-Nord. Foto: Christoph Boeckheler

Die Bürgerinitiative Fechenheim-Nord sorgt sich um die Sicherheit im Straßenverkehr im Stadtteil. Beim Infoabend am Mittwoch hat sie rund 50 Anwohnern ihre Ideen vorgestellt im Gemeindesaal der evangelischen Glaubenskirche.

Ein großes Thema ist der Pendlerverkehr, der über die Birsteiner Straße in Richtung Wächtersbacher Straße abkürzt. „Wenn wir die Pendler raus haben wollen, kommen wir um eine Änderung der Verkehrsführung nicht herum“, sagt Josef Funk. Seine Bürgerinitiative schlägt vor, durch Einbahnstraßen und Sackgassenschilder von der Fuldaer bis zur Langenselbolder Straße ein Abkürzen in Richtung Wächtersbacher auszuschließen.

Eine zweite Variante wäre, die Birsteiner an ihrem östlichen Ende zwischen Bebraer und Hünfelder Straße zur entgegengesetzten Einbahnstraße zu erklären und somit eine Durchfahrt aus Richtung Vilbeler Landstraße zu verhindern.

Der ebenfalls anwesende SPD-Fraktionsvorsitzende im Ortsbeirat 11, Stephan Zilcher, bot an, beim Frankfurter Verkehrsdezernat eine Testphase zu beantragen. Mehrere Bürger regten zudem an, die Parkzonen zu vergrößern, die Fahrspur damit zu verengen und Autos so zu zwingen, langsamer zu fahren. Oder Schwellen auf der Straße anzubringen. Denn laut einer aktuellen Verkehrsstudie halten sich 30 Prozent der Fahrzeuge auf der Birsteiner Straße nicht an Tempo 30.

Darüber hinaus konnte die erst im Frühjahr gegründete Bürgerinitiative bereits ein paar kleine Erfolge präsentieren. Eines ihrer Themen wird in der nächsten Ortsbeiratssitzung von der Linken in einem Antrag aufgegriffen: Die Fußgängerampel zwischen Cassellastraße und Wächtersbacher soll zusätzliche Warnblinker erhalten, da Abbieger den Überweg erst spät wahrnähmen.

Auch die SPD im Ortsbeirat will im Januar einen Vorschlag der Initiative auf die Agenda nehmen: So soll ebenfalls auf der Wächtersbacher, 60 Meter vor der Lebensmittelkette Kaufland, ein Halteverbot eingeführt und Poller angebracht werden, damit Autofahrer die kreuzenden Fußgänger früher sehen.

Als nächstes möchte die Bürgerinitiative – neben dem Erhalt von Gehwegen im Fechenheimer Wald und besserer Verkehrsführung bei Veranstaltungen in der Klassikstadt – auch die Fußgängerampel an der Haltestelle Gwinnerstraße auf der Borsigallee angehen.

Die schalte auf Grün, wenn die U-Bahn einfährt. Fahrgäste huschten daher oft vorher rüber – bei Rot. Das sei besonders dann gefährlich, wenn zudem ein haltender Bus die Sicht verdecke. „Dann hat ein Autofahrer keine Chance, zu reagieren und sieht einen Fußgänger erst, wenn er ihn bereits auf der Motorhaube hat“, sagt Josef Funk.

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