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Erlebnis- und Familienbad in Frankfurt Schwimmen und den Pinguinen zuschauen

Das neue Erlebnis- und Familienbad in Frankfurt soll 2022 in Betrieb gehen. Derzeit wird nicht nur über ein offenes Dach, sondern auch über eine Live-Übertragung aus dem Zoo ins Bad gesprochen.

Panoramabad
Eine Sanierung des Panoramabads wäre zu teuer, es soll daher ein Neubau an anderer Stelle erfolgen. Foto: Rolf Oeser

Bornheimer können voraussichtlich auch künftig unter freiem Himmel schwimmen gehen. Die Frankfurter Bäderbetriebe gehen davon aus, dass der geplante Neubau des Panoramabads neben der Eissporthalle ein sogenanntes Cabriodach erhält. Es sei „Teil der Kostenschätzung“, sagt Geschäftsführer Frank Müller. „Unser Ziel ist, dass es in der Planung berücksichtigt wird.“

Nötig wird der Bau des Familienbads, da eine Sanierung des Panoramabads unwirtschaftlich ist (die FR berichtet). Die Kosten für den Neubau werden derzeit auf 34 Millionen Euro geschätzt. Erst nach dem Ende der Arbeiten am Festplatz wird das Gebäude an der Inheidener Straße abgerissen und das Areal verkauft. Müller geht davon aus, dass die Wohnungsbaugesellschaft ABG Frankfurt Holding den Zuschlag erhält und dort Wohnungen bauen wird.

In den nächsten Monaten werde die neu gegründete und von der ABG geführte Projektgesellschaft unter zehn Architektenbüros wählen. Bis Ende des Jahres soll laut Geschäftsführer Müller entschieden werden, wer den Zuschlag erhält. Dabei werde genau geschaut, welche Bäder die Büros bereits gebaut haben und in welchem Zustand sich diese jetzt befinden: „Es kann nicht jeder Architekt ein Schwimmbad bauen.“

Im Anschluss möchten die Bäderbetriebe einen Bauantrag stellen. Sobald die Genehmigung vorliege, könne das Projekt ausgeschrieben werden. „Baubeginn ist Frühjahr 2019“, sagt Frank Müller. Er rechne mit einer Bauzeit von zwei bis drei Jahren. „Klares Ziel“ sei es nach wie vor, dass Panoramabad bis zur Eröffnung des Neubaus weiter zu betreiben.

Dach soll zu öffnen sein

Müller begrüßt den Vorstoß der SPD im Ortsbeirat 4. Diese fordert in einem Antrag, dass das Cabriodach bei der Planung des Familienbades „verbindlich aufgenommen wird“. Da es am neuen Standort kein Außenbecken geben werde, müsse wenigstens das Dach geöffnet werden können.

Das sei zwar teurer, räumt die SPD ein, doch sei im Sommer auch mit zusätzlichen Badegästen zu rechnen. Über die Vorlage wird in der ersten Sitzung des Gremiums nach den Sommerferien am Dienstag, 15. August, beraten.

Geplant sei im geplanten Familienbad auch eine Kooperation mit dem Zoo, sagt der Chef der Bäderbetriebe Frank Müller. Mit diesem habe es bereits erste Gespräche gegeben, wie der neue Standort des Schwimmbads und der Tiergarten miteinander vernetzt werden können. Angedacht sei eine „multimedial Anbindung“. Denkbar ist beispielsweise eine Live-Übertragung aus dem neuen Pinguinhaus direkt ins Schwimmbad.

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