Lade Inhalte...

Entscheidung Neuer Name für Heinrich-Kraft-Schule

Die Heinrich-Kraft-Schule im Frankfurter Stadtteil Fechenheim will einen Neustart und ändert deshalb ihren Namen. Künftig heißt sie „Schule am Mainbogen“ .

Heinrich-Kraft-Schule
Die Heinrich-Kraft-Schule (Archiv) Foto: Georg Kumpfmüller

Selten dürfte solcher Jubel im Ortsbeirat 11 aufgebrandet sein. Rund 30 Lehrer und Schüler der Heinrich-Kraft-Schule freuten sich am Montagabend über die Entscheidung des Gremiums, eine Namensänderung zu genehmigen. Die integrierte Gesamtschule wird in „Schule am Mainbogen“ umbenannt. Voraus gingen lange Diskussionen.

Obwohl sich die Situation an der Schule dank des Engagements der Lehrkräfte in den vergangenen Jahren sehr gebessert habe, hafte der Schule immer noch ein schlechter Ruf an, sagte Schulleiterin Christine Georg. „Wer’s nicht schafft, geht zur Kraft“, bekäme sie oft zu hören. Lehrer berichteten, sie seien im Bekanntenkreis schon gefragt worden, ob sie bewaffnet auf den Schulhof gehen. An der Realität gehe das völlig vorbei, findet Georg. Also müsse ein Neustart mit einem neutralen Name her.

Kommenden Sommer führt die Schule für die Klassen 9 und 10 separate, abschlussbezogene Klassen anstelle der Leistungskurse ein. Das gymnasiale Angebot soll damit gestärkt werden, langfristig möchte sich die integrierte Gesamtschule zu einer kooperativen Gesamtschule mit Mittelstufe wandeln. Damit Eltern ihre Kinder im kommenden Frühjahr bereits unter dem neuen Namen anmelden können, möchte die Schule ihn schnell ändern. Positive Gespräche mit dem Schuldezernat habe es bereits gegeben.

Einen Magistratsbeschluss braucht es für eine Namensänderung nicht, der Ortsbeirat ist das zuständige Gremium. Die CDU-Fraktion unterstützte das Vorhaben. „Wir sollten dem Wunsch dieser engagierten Schule entsprechen“, sagte der Vorsitzende Benjamin Wiewiorra. Die SPD hingegen kritisierte die Forderung. Schließlich sei der frühere Stadtverordnetenvorsteher und Sozialdemokrat Heinrich Kraft durch sein Engagement für benachteiligte Kinder und Jugendliche ein geeigneter Namensgeber.

SPD befürchtet Verwechslungsgefahr

„Die Erfolge der vergangenen Jahre hat die Schule doch unter dem bisherigen Namen erreicht“, wandte Ortsvorsteher Werner Skrypalle (SPD) ein. Zudem solle auch die Heinrich-Kraft-Stiftung, die Heim- und Pflegekinder unterstützt, mit dem Namen der Schule gewürdigt werden. „Die Stiftung hatte aber nie einen Bezug zu unserer Schule“, entgegnete Christine Georg.

Zuletzt sahen die Sozialdemokraten eine Verwechslungsgefahr mit der „Montessori-Schule Mainbogen“ in Mühlheim. Allerdings heißt so nur der Trägerverein der Privatschule, die in einem anderen Schulbezirk liegt. „Ginge es um eine Walter-Wallmann-Schule, würde die CDU auch Sturm laufen“, sagte Peter Schlüter (SPD). Letztlich stimmte der Ortsbeirat mehrheitlich für die Namensänderung.

„Wir sind überglücklich“, sagte Schulleiterin Christine Georg. „Nun beginnt für uns die Arbeit.“ Lehrer und Schüler werkeln bereits an einem Logo mit neuem Namen. Briefbögen, Visitenkarten und gar T-Shirts sollen bedruckt werden. Zunächst aber muss der Name „Schule am Mainbogen“ Anfang nächsten Jahres offiziell im Amtsblatt erscheinen.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Schulen in Frankfurt

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum