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Bornheim Tanzstunde mit Motsi Mabuse

Die aus „Let’s dance“ bekannte Motsi Mabuse besucht am Tag der offenen Tür den TG Bornheim und begeistert die Mitglieder fürs Tanzen.

TG Bornheim
Motsi Mabuse tanzt vor - die anderen hinterher. Foto: Rolf Oeser

So jemand sei er eigentlich nicht, sagt Stephan Puma. So jemand, der das Wort ergreift vor allen anderen, der jäh im Mittelpunkt steht. Aber dieses Mal habe er einfach nicht anders gekonnt. Zu sehr ist er angetan von Motsi Mabuse. „Sie sind einfach so bodenständig, das finde ich bemerkenswert, ohne irgendwelche Starallüren“, spricht er in das Mikrofon. Und Mabuse, die geerdete, die hier bei der TG Bornheim alle nur „die Motsi“ nennen, lächelt und bedankt sich.

„Die Motsi“, prämierte Tänzerin und bekannt aus der RTL-Sendung „Let’s dance“, ist nach Bornheim gekommen, weil die Turngemeinschaft dort Tag der offenen Tür feiert, was sie in der Vergangenheit schon mit verlässlicher Regelmäßigkeit getan hat. Man wolle so immer die neusten Geräte vorstellen, die neusten Räume, sich der Nachbarschaft und den Bewohnern Frankfurts zeigen, erklärt Peter Völker, Vorsitzender des Vereins.

Die Motsi kommt gut an

Blickfänger können da keineswegs schaden. Deswegen sei „die Motsi“ auch da, sagt Völker. Gleich zu Beginn ihres Besuchs wird sie in der Turnhalle auf der Bühne von Radio-FFH-Moderator Daniel Fischer begrüßt. Man tauscht ein paar Megas und Wahnsinns ob der vielen – vornehmlich weiblichen – Besucher, die es in die Halle verschlagen hat und dann geht es auch schon los, das Tanzen mit der Motsi. 

Sie tanzt federleicht einfache Grundschritte vor und die Menge tut es ihr gleich – oder versucht es wenigstens. Bei der Mehrheit verweigert sich partout das korrekte Bein. „Nein, rechts zuerst“, interveniert Mabuse stoisch. Erst, als sie sich umdreht und mit dem Rücken zur Gruppe vortanzt, gelingt es allmählich bei allen mit der so mühseligen Links-Rechts-Koordination.

Unterdessen erzählt Völker von der TG Bornheim. Ein Verein, der zu jagen scheint von einem Superlativ zum nächsten. Alles ist hier irgendwie größer, neuer, schneller, moderner. 30 000 Mitglieder seien aktuell eingetragen, sagt Völker. Nach 2005 und 2012 wurde in diesem Jahr das dritte Sportcenter eingeweiht: ein Raum mit Sand und Fußballplatz auf dem Dach inklusive. Doch, betont Völker, gleichwohl sei die TG immer noch ein „absoluter Verein“. Die Strukturen seien familiär, Mannschaften nähmen an Wettbewerben teil.

Vielleicht überlegt Mabuse auch deshalb, zukünftig eine Kooperation mit der TG einzugehen. Schließlich sei Tanzen ein Leistungssport, erzählt sie nach ihrer kurzen Tanz-Lehrstunde auf der Bühne einen Raum weiter. Dort sitzt sie umgeben von vielen Handykameras und noch mehr Laufgeräten, auf denen manch einer seiner Sommerfigur hinterher trottet, völlig unbeirrt dessen, was sich da neben ihm abspielt.

Völker ist sich jedenfalls gewiss,“die Motsi passt zu uns.“ Stephan Puma dürfte es freuen.

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