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Bornheim Philosophisches Kochen

Die Kampagne Lust auf Leben geht mit neuen Aktionen weiter – etwa mit Suppe aus dem Ölfass

Bornheim
Im Sommer soll es in Bornheim ein Open-Air-Kino geben - wie 2016. Foto: Monika Müller

Heiße Suppe aus dem Ölfass-Kocher löffeln und über Politik und das Leben an sich philosophieren. Das soll am Bornheimer Fünffingerplätzchen möglich sein. Die Kampagne „Lust auf Leben“ geht in die nächste Runde. Verschiedene Aktionen sind geplant, die den Stadtteil lebenswerter machen sollen. Als erstes Projekt steht ein „Philosophisches Kochen“ auf dem Programm.

Die Gruppe, in der sich Ortsbeiräte, Bürger, Gewerbetreibende, Vereinsmitglieder und Vertreter von Sozialeinrichtungen versammeln, haben den Bornheimer Caterer Leon Joskowitz für sich gewinnen können. Ab Frühjahr möchte er mit einem Ölfass, in dem er einen Kocher installiert hat, im öffentlichen Raum Suppe zubereiten. „Mir geht es um das Zusammenkommen im Stadtteil“, sagt Joskowitz, der ein ähnliches Projekt auch schon im Museum für angewandte Kunst umgesetzt hat. „Natürlich muss dabei nicht über Politik diskutiert werden.“ Schon der nichtkommerzielle Austausch sei ein „gesellschaftspolitisches Statement“. Einen Termin gibt es noch nicht.

Dass sich die Kampagne, die der Ortsbeirat 4 und der Gewerbeverein Bornheim Mitte ins Leben gerufen haben, mit Aktionen verselbstständigt, freut Franz Steul. „Man sieht, dass unsere Arbeit langsam Früchte trägt“, sagt der Vorsitzende des Gewerbevereins. „Dass sich Bürger an uns wenden, um gemeinsam ihren Stadtteil zu gestalten, ist genau im Sinne von Lust auf Leben.“

Die Kochaktion soll nicht die einzige Idee bleiben, die umgesetzt wird. Geschäftsleute der mittleren und der unteren Berger Straße etwa haben sich zusammengesetzt und planen gemeinsame Aktionen. So soll das Open-Air-Kino wiederholt werden, das im Sommer viele ans Uhrtürmchen lockte. Vorgesehen ist auch ein Dinner auf offener Straße.

Bei allen Aktionen soll das Thema „plastikfrei“ integriert werden, also der Verzicht auf Tüten oder Verpackungen oder eben Plastik in allen Formen. „Wichtig ist, dass Verbraucher gleichermaßen eingebunden werden wie die Händler“, sagt Projektkoordinatorin Marlene Haas. Niemand werde sofort zu 100 Prozent verzichten. Daher müssten beide Seiten in ihrer Verantwortung unterstützt werden und Lust auf das Thema bekommen.

 

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