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Bornheim/Ostend „Viele wünschen sich einen Markt“

Ortsvorsteher Hermann Steib (Grüne) freut sich über den neuen Platz an der Friedberger Warte. Auch andere Plätze im Ortsbezirk liegen im Blick der Ortspolitiker.

Hermann Steib
Hermann Steib (Grüne) begutachtet den neuen Platz an der Friedberger Warte. Foto: Monika Müller

Hermann Steib (Grüne), 64 Jahre, Diplom-Volkswirt, ist seit März 2016 Ortsvorsteher im Ortsbezirk 4. Das Gremium ist für die Stadtteile Bornheim und Ostend zuständig. Im Ortsbezirk leben rund 57 970 Einwohner auf einer Fläche von etwa 835 Hektar.

Herr Steib, das Thema Plätze hat in diesem Jahr eine große Rolle im Ortsbeirat gespielt. Es ging um Fragen der Optik und der Nutzung. Ende August wurde endlich der neue Platz an der Friedberger Warte eröffnet. Das Areal lag jahrelang brach und war unattraktiv. Sind Sie zufrieden mit dem Ergebnis?
Ja, sehr. Wir freuen uns, dass es fast nur positive Rückmeldungen gibt. Die Wasserspiele wurden zum Beispiel nach der Eröffnung im Spätsommer direkt gut angenommen. Kritisiert wurde, dass es keine Büsche zur Abgrenzung von den Fahrbahnen gibt. Jetzt sind wir bei Ergänzungen, wie zum Beispiel dem Bücherschrank.

Fehlt noch ein Wochenmarkt? Marktdezernent Markus Frank hat jüngst gesagt, dass im Frühjahr die ersten Beschicker anrollen sollen.

Einen Wochenmarkt an der Warte wünschen sich viele. Er würde möglicherweise im Wettbewerb zu anderen Märkten stehen, die auch mit Bus und Bahn erreichbar sind. Das ist eine Frage des Abwägens und vielleicht auch Ausprobierens.

Der Markt auf dem Paul-Arnsberg-Platz an der EZB hat sich offenbar nicht bewährt. Dabei hat die Stadt die Fläche vor allem für Marktstände hergerichtet. Auch sind weder Anwohner noch Ortsbeirat mit der Gestaltung zufrieden. Was ist da falsch gelaufen?
So ein Markt muss ein lohnenswertes Ziel sein, um Leute anzuziehen. Er muss noch weitere Einkaufs- oder Aufenthaltsmöglichkeiten bieten. Beides hat den Leuten auf dem Paul-Arnsberg-Platz wohl gefehlt. Und die vorhandenen Bäume spenden für einen Aufenthalt im Sommer zu wenig Schatten.

Jetzt engagiert sich dort eine Initiative. Die Gruppe des Vereins Lebenswertes Ostend will sogar Pläne für eine Umgestaltung entwerfen.
Das ist prima. Da werden sowohl Ideen entwickelt, wie man kurzfristig etwas für die Belebung und Begrünung des Platzes tun kann, als auch Visionen, wie man vielleicht langfristig grundlegende Änderungen angehen könnte.

Der Ortsbeirat möchte auch das Bornheimer Fünf-Finger-Plätzchen verschönern. Wie ist der Stand?
Es gibt unterschiedliche Ansprüche. Der Platz ist klein, liegt aber am Kreuzungspunkt vieler Laufwege. Schon die Frage der Sitzgelegenheiten ist kompliziert: Man soll dort gemütlich eine Pause machen können. Andererseits soll es nicht dauernd Saufgelage geben. Der Platz wird gerne für kleine Stadtteilfeste genutzt. Da machen die vorhandenen Drahtgitterbänke das Aufstellen der Biertischgarnituren kompliziert. Der Bodenbelag hat seinen optischen Reiz, ist aber schwer sauber zu halten und für Menschen mit Gehhilfe eine Last. Andere finden, dass es noch mehr Möglichkeiten für freundliche Blumen geben sollte. Wir beraten Anfang des Jahres mit zuständigen Ämtern.

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