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Bornheim Mukiva plant Kindergarten

Das Familienzentrum möchte sein Angebot erweitern. Der Verein sucht Räume in der näheren Umgebung.

Mukiva
Die neue Mukiva-Leiterin Sabine Neumann (links) und Marion Rizzo vom Vorstand der Einrichtung in der Rendeler Straße. Foto: christoph boeckheler

Räume für einen Kindergarten gesucht. So könnte derzeit eine Anzeige des Mukiva aussehen. Das Kinder- und Familienzentrum auf dem Gelände des ehemaligen Straßenbahndepots an der Rendeler Straße möchte sein Angebot erweitern und sich künftig auch vermehrt um Kinder bis zum Schulalter kümmern. „Wir haben etliche Familien, die uns über Jahre treu sind“, sagt Marion Rizzo vom Vorstand des Vereins. Viele bedauerten es, „dass es nach dem Krabbelalter bei uns zu Ende ist“.

Bislang richtet sich das Programm vor allem an Familien mit Kleinkindern. In der Krabbelstube etwa werden in zwei Gruppen 22 Mädchen und Jungen betreut. Es gibt mehrere offene, zum Teil von Eltern organisierte Treffs und zahlreiche Kurse. Doch nicht nur für die Besucher wäre die Erweiterung attraktiv, „auch für unsere Mitarbeiter“, sagt Rizzo. Viele wollten sich nicht für immer nur um U3-Kinder kümmern, „sie könnten sich dann weiterbilden“. Schwierig sei es, geeignete Räume zu finden. Die Einrichtung sucht eine neue Bleibe im näheren Umfeld.

Auch Sabine Neumann begrüßt die Idee, Mukiva um einen Kindergarten zu erweitern. Seit Anfang des Jahres ist sie die neue Leiterin. Sie folgt Margit Martin-Marx, die die Einrichtung die vergangenen 25 Jahre geführt hatte. Martin-Marx bleibt dem Haus erhalten und kümmert sich jetzt um ein Umweltprojekt.

Neumann ist kein Neuling. Als Fachbereichsleiterin bei privaten Trägern in Frankfurt war sie tätig, hat diverse Kitas geleitet und ein sechsgruppiges Haus in Nied mit aufgebaut. Auch als Personalerin in einer Unternehmensberatung hat sie gearbeitet und einst eine eigene Töpferei betrieben, da sie mit ihren drei Kindern nicht ausgelastet war.

Mittlerweile ist Sabine Neumann vierfache Großmutter. Auch dadurch sei sie auf dem neusten Stand und wisse, was junge Familien brauchten. Mit „beinah 60 Jahren“ gehe sie nicht auf die Rente zu. „Ich möchte es mir noch nicht bequem machen.“

Sie wolle viel mehr ihre Erfahrungen weitergeben. Zusammen mit den Mitarbeitern wolle sie Ideen entwickeln, „die wir gemeinsam erreichen wollen“. Das Mukiva sei für sie der richtige Ort. Die Geschichte des Hauses zeige viele Parallelen mit ihren eigenen Leben.

Mukiva hat sich den Wechsel nicht leicht gemacht. 2017 hat der Verein mit einer Beraterin und dem durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds geförderten Programm „UnternehmensWert: Mensch“ das eigene Haus unter die Lupe genommen. „Wir haben geschaut, was machen wir richtig, was wollen wir erhalten, was muss geändert werden“, sagt Rizzo. Alle Mitarbeiter waren gefragt, ihre Ideen, Nöte und ihr Wissen einzubringen.

Das Ergebnis: Es muss nicht alles 1:1 erhalten bleiben. „Wichtig waren allen unsere Werte“, so Rizzo. Dazu gehöre Offenheit und die Einsicht, dass Fehler Helfer sind. Herzstück sei das Mukiva-Motto: „Niemand kann alles, aber gemeinsam schaffen wir das, was wir wollen.“

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