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Bornheim Künftig Wohnen statt Secondhand

Auf dem Areal des ehemaligen Familien-Marktes an der Freiligrathstraße möchte die Nassauische Heimstätte bauen. Die Arbeiten starten voraussichtlich 2019.

Sozialkaufhaus
Seit April steht das ehemalige Domizil des Sozialkaufhauses an der Freiligrathstraße leer. Foto: Boris Schlepper

Wir ziehen um!“, steht auf dem großen Transparent, das an der weißen Fassade hängt. Die Räume hinter den Fenstern des Gebäudes sind leer. Im Hof wächst Unkraut, ein alter Röhrenfernseher liegt vor dem Tor. Das ehemalige Domizil des Ökumenischen Familien-Marktes an der Freiligrathstraße 35-39 ist verlassen. Seit April hat das Sozialkaufhaus von Caritas und Diakonie seinen Sitz in der Röntgenstraße in Enkheim (die FR berichtete). Auch für die brachliegende Bornheimer Liegenschaft gibt es inzwischen Pläne.

Vor kurzem hat die Nassauische Heimstätte (NH) das mehr als 2600 Quadratmeter große Gelände in Erbbaupacht übernommen. Die Wohnungsbaugesellschaft möchte an der Freiligrathstraße insgesamt 54 frei freifinanzierte Mietwohnungen errichten, sagt NH-Sprecher Jens Duffner. 4600 Quadratmeter Wohnfläche sei geplant. Der anvisierte Mietpreis liege bei 13,50 Euro pro Quadratmeter. Die Nassauische Heimstätte werde in das Projekt insgesamt 13,5 Millionen Euro investieren. Baubeginn soll 2019 sein. Vorher müssen die beiden alten Gebäude abgerissen werden.

Eigentümer des Areals ist der Evangelische Regionalverband (ERV), der bereits eine Bauvoranfrage gestellt hatte, um die mögliche Nutzung des Areals zu eruieren. Verschiedene Bieter hätten sich an dem Vergabeverfahren beteiligt, sagt eine Sprecherin des Verbands, „die Entscheidung fiel dann auf die Nassauische Heimstätte“.

Anstelle des Familien-Marktes soll „eine Art urbanes Hofhaus“ entstehen, sagt Duffner. Zur Freiligrathstraße hin sei in der Mitte des Gebäudes ein offener Hof mit Sitzbänken und Bäumen vorgesehen. Über diesen sollen die beiden großen Eingangsportale zugänglich sein.

„Die städtebauliche Figur lässt Wohnungen entstehen, die vom „Stadtlärm“ geschützt sind“, erklärt der NH-Sprecher das Prinzip. Auf der Rückseite des geplanten Neubaus baut die Wohnungsbaugesellschaft eine gemeinschaftlich genutzte Grünanlage mit Spielplatz.

Nach dem derzeitigen Stand der Planung werde das Gebäude ortstypische Architekturelemente aufnehmen, etwa hohe Eingangsportale, raumhohe Fenster, Gesimse, steinerne Sockel und ein Mansarddach. „Volumen und Höhe sind der vorhandenen Blocksituation der Umgebung angepasst“, sagt Jens Duffner. Das Gebäude soll über zwei Treppenhäuser mit Aufzug erschlossen werden.

Geplant sei ein Mix aus Zwei bis Vier-Zimmer-Wohnungen. Im Erdgeschoss und im ersten Stock könnten zwei Maisonettewohnungen mit eigenem Zugang entstehen. Alle Wohnungen erhalten Balkone oder Terrassen. Vorgesehen sei zudem ein ebenerdiger verglaster Fahrradabstellraum, sagt der NH-Sprecher. Und eine über die Freiligrathstraße zugängliche Tiefgarage.

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