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Bornheim Klimajagd mit dem Smartphone

Klimajagd heißt das Projekt des Frankfurter Instituts für nachhaltige Entwicklung (Fine). Es ist eine multimediale Stadtteilrallye.

Wie haben die Bornheimer früher ihre Lebensmittel gekühlt? Wann ist Erntezeit für Blaubeeren, und warum tragen Straßenlaternen zum Insektensterben bei? Mit einer multimedialen Stadtteilrallye können sich vom heutigen Donnerstag an alle Frankfurter den Themen „Klimawandel“ und „Klimaschutz“ nähern.

Klimajagd heißt das Projekt des Frankfurter Instituts für nachhaltige Entwicklung (Fine). Der Verein hat eine Smartphone-App entwickelt, mit der Interessierte je nach Alter Wissenswertes rund um den Klimawandel erfahren können, erklärt Rüdiger Hein vom Fine-Vorstand. Die Teilnehmer müssen dazu nur eine Software für ihr Handy herunterladen. Dann können sie zwei Routen mit sieben beziehungsweise zwölf Stationen in Bornheim auswählen.

Wer sich auf die Schnitzeljagd begibt, muss Rätsel und Aufgaben zum Klimawandel lösen, ähnlich wie beim Geocaching. Rund zwei Stunden wird für eine Tour benötigt, die bis Ende 2020 geschaltet ist. Jede Station ist einem Thema gewidmet. Für die verschiedenen Altersstufen gibt es unterschiedliche Fragen. Dass die Rallye durchs Lustige Dorf führt, liege daran, dass alles fußläufig zu erreichen sei, und an der passenden Infrastruktur, erklärt Hein.

So bildet etwa der Ratskeller am Bornheimer Hang eine Station. Dorthin haben früher Fuhrleute gebrochenes Eis vom Main geliefert, erfahren die Teilnehmer. Von dort aus wurde es in die Wohnungen gebracht. Fragen müssen sie dann zu heutigen Kühlschränken beantworten, etwa zum CO2-Verbrauch. Auch der Werkstatt-Laden „re-cover“ in der Neebstraße, in dem aus alten Gegenständen kreative Neuschöpfungen entstehen, ist Station.

Bei der Klimajagd werden die Teilnehmer auch angehalten, das eigene Verhalten zu reflektieren. Sie sollen erkennen, „wie sie selbst dazu beitragen können, das Klima im Alltag zu schützen“, sagt Hein. Etwa indem sie bewusster Obst und Gemüse einkaufen. Denn Blaubeeren müssen im Winter mit sehr viel Aufwand nach Deutschland gebracht werden.

Geeignet ist das Projekt auch für Schulen. Es ersetze zwar nicht den Unterricht, sagt Hein. Doch mache es trockene Themen leichter und vor allem greifbarer. Die Rallyes sind für Grundschüler, Unter- und Mittelstufe unterteilt.

Ein Jahr lang haben die Mitglieder des Vereins an dem Projekt gearbeitet. Finanziert wird es über das Förderprogramm „Kurze Wege für den Klimaschutz“ des Bundesumweltministeriums.

Weitere Infos und Downloads im Internet unter www.klimajagd.de

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