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Bornheim Gefahrlos zum Unterricht

Eltern der Kirchnerschule möchten die Wege im alten Bornheimer Ortskern sicherer gestalten. In der Kleinen Spillingsgasse hat die Stadt in diesem Jahr 72 Verwarnungen verhängt.

Unterricht
Unterricht in Hessen: Wie oft er ausfällt, weiß der zuständige Minister nicht so genau. Foto: dpa

Die Wege für Fußgänger in Alt-Bornheim sollen sicherer werden. Der Ortsbeirat 4 hat zwei Anträge auf den Weg gebracht, um vor allem die Situation für Kinder zu verbessern, die die Kirchnerschule an der Berger Straße besuchen. Eine Gruppe von Eltern der Grundschule hatte in der Sitzung am Dienstagabend berichtet, dass an mehreren Stellen im Stadtteil dringend etwas verändert werden müsse.

„Seit mehr als einem Jahr sind wir daran, für sicherere Schulwege zu sorgen“, sagte Heike Pauly, deren Kind die Schule besucht. Handlungsbedarf bestehe in der Kleinen Spillingsgasse. Regelmäßig werde der Bürgersteig verbotenerweise zugeparkt. „Die Kinder müssen auf die Straße ausweichen“, sagte Pauly. „Da gibt es jeden Tag fast einen Unfall.“ Auch, da viele Autos über den ebenerdigen Gehweg führen, sagte ein Vater: „Das ist eine katastrophale Situation.“

Einem SPD-Antrag folgend sollen in der Kleinen Spillingsgasse Halteverbotschilder anstelle der Fußwegschilder montiert werden. Er gehe zwar nicht davon aus, dass der Tausch etwas brächte, sagt Antragsteller Darius Shafiei. Dies sei „die letzte Maßnahme, die noch nicht ausprobiert wurde“. Greife sie nicht, müsse die Straße umgebaut werden.

Die derzeitigen Verbote seien bereits „sehr deutlich“, sagt Rainer Michaels vom Straßenverkehrsamt. Dass dort dennoch geparkt werde, sei „eine Unverschämtheit“. 72 Verwarnungen seien dort 2017 schon verhängt worden. Der Bereich werde regelmäßig überwacht. Die Stadt werde sich die Situation noch einmal vor Ort anschauen, „welche Möglichkeiten es noch gibt“.

Ortsbegehung mit Polizei und Feuerwehr

Auch in Alt-Bornheim müsse dringend etwas geschehen, sagte Heike Pauly. In der Straße habe jüngst ein Kind den Außenspiegel eines Lkw abbekommen. Derzeit wird dort nur auf einer Straßenseite geparkt. Hinter den Autos sollen die Kinder sicher sein, so Shafiei. Seit der Fertigstellung des Bauprojekts „Bornheimer Höfe“ gebe es viele Schüler, die auf der freien Seite liefen. Der Ortsbeirat möchte deshalb versetztes Parken einrichten. Vorab soll es eine Ortsbegehung mit Polizei und Feuerwehr geben, ob die Idee umsetzbar ist.

Beschlossen hat der Ortsbeirat, dass die Stadt Zebrastreifen in Tempo-30-Zonen zulässt. Derzeit genehmigt die Behörde dort keine Fußgängerüberwege, laut Richtlinien sind sie entbehrlich. „Wir möchten, dass das überdacht wird“, sagte Shafiei. Tempo 30 genüge oft nicht, um sicher eine Straße queren zu können. Rings um die Kirchnerschule fehlten Überwege, monierte Pauly: „Vielleicht muss man die 30er-Zonen aufheben, dann gäbe es wenigstens Zebrastreifen.“

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