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Bornheim Bewusster Kaffee trinken

Beim Kaffee startet ein Mehrwegsystem auf der Berger Straße. Das Pilotprojekt beginnt am 22. Februar.

Becher im Müll
Tausende von Einwegbechern verstopfen die Mülleimer. Ein Mehrwegsystem soll das verhindern. Foto: christoph boeckheler

Wer auf einen Kaffee unterwegs nicht verzichten möchte, der muss demnächst trotzdem keine Pappbecher mehr kaufen. Am 22. Februar startet ein Pilotprojekt zur Initiierung eines nachhaltigen Mehrwegsystems auf der Berger Straße. 90 Tage lang soll geschaut werden, was Konsumenten und Gewerbetreibende brauchen, um dauerhaft auf Einwegbecher zu verzichten. Die Stadt Frankfurt, die FES, die Deutsche Postcode Lotterie und der Rat für nachhaltige Entwicklung unterstützen die Aktion.

Entwickelt hat das Projekt das Sozialunternehmen „Lust auf besser leben“ mit der Bornheimer Initiative „Cup2gether“ der Agentur „Von Wegen“. Die Aktion ist die Fortsetzung der Kampagne „Ich bin dabei: Plastikfrei!“(die FR berichtete).

Genaue Umsetzung noch offen

Offen ist derzeit noch, wie das Mehrwegsystem konkret umgesetzt werden soll, sagte Marlene Haas von „Lust auf besser leben“ bei der Vorstellung des Projekts in der Sitzung des Ortsbeirats 4 am Dienstagabend. In einem ersten Schritt werde zunächst erarbeitet, wie ein System aussehen muss, anstatt direkt ein Pfandsystem einzuführen.

Die bereits vorhandenen Mehrwegsysteme sollen möglichst integriert werden. Etwa der „Becher-Bonus“ des hessischen Umweltministeriums: Kunden erhalten in teilnehmenden Geschäften einen Preisnachlass von mindestens 10 Cent, wenn sie ihren Mehrwegbecher mitbringen.

Innerhalb der knapp dreimonatigen Probezeit auf und rund um die Berger Straße soll mit allen Geschäften und Cafés, die Coffee-to-go-Becher anbieten, gesprochen werden, kündigt Haas an. Auch interessierte Bürger sollen mitmachen können – als sogenannte Becherbotschafter, die sich für den Umweltschutz engagieren und als Multiplikatoren dienen.

Sie sollen einen der wiederverwertbaren Becher mit Deckel erhalten, die für die Kampagne hergestellt werden. Die ersten 3000 Exemplare sollen für Teilnehmer gratis zu haben sein, sagt Haas. Hergestellt werden sie aus nachwachsenden Rohstoffen. Als Botschafter bewerben können sich Bürger bei der Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 22. Februar, im Kaufhaus-Hessen an der Berger Straße 288. Dann werden Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) und Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) zugegen sein, die das Projekt begleiten und unterstützen möchten.

Die Stadtteilpolitiker im Ortsbeirat begrüßen die Aktion. Die Zahl der Pappbecher sei exorbitant, sagte Martin Ried von den Grünen. Jeder Vorstoß, daran etwas zu ändern, sei unterstützenswert. SPD-Chef Darius Shafiei sagte, er habe sich bereits als Becherbotschafter angemeldet.

 

Wer Becherbotschafter werden möchte, kann sich anmelden unter www.cup2gether.de

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