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Bergen-Enkheim Zentrum ohne Supermarkt

Ende April schließt Rewe im Hessen-Center. Die Filiale habe in den vergangenen Jahren einen „deutlichen Umsatzrückgang verzeichnet“, sagt der Kölner Konzern.

Frankfurt Bergen-Enkheim
Für mehrere Monate wird es ab Mai keinen Lebensmittelmarkt mehr im Einkaufszentrum an der Borsigallee geben. Foto: Joachin Storch

Besucher des Hessen-Centers werden es in den kommenden Monaten schwer haben, ihren kompletten Einkauf an der Borsigallee zu erledigen. Am 28. April schließt das Rewe-Center seine Pforten. Dann gibt es vorerst nicht mehr das volle Sortiment an Lebensmitteln im Einkaufszentrum.

Der rund 5000 Quadratmeter große Markt werde aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen, sagt Rewe-Sprecherin Anja Krauskopf. Die Filiale habe in den vergangenen Jahren einen „deutlichen Umsatzrückgang verzeichnet“. Eine Revitalisierung verbunden mit Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen verursache hohe Kosten und rechne sich an diesem Standort nicht. Die 61 Mitarbeiter werden in anderen Filialen weiterbeschäftigt.

Der Kölner Konzern hat den Mietvertrag zum 30. Juni gekündigt. Etwa zwei Monate benötige er für den Rückbau. In einem ersten Schritt hat Rewe bereits den Getränkemarkt, der auf einem Außengelände des Hessen-Centers untergebracht war, geschlossen und ins Innere verlegt.

Als „bedauerlich“ bezeichnet es Center-Manager Stephan Thiel, dass Kunden drei Monate lang kein Lebensmittelgeschäft im Hessen-Center finden werden. Ein Nahversorger sei für das Zentrum wichtig. Deshalb werde es auch künftig wieder einen Vollsortimenter geben. Er sei bereits „im konkreten Gespräch“. Einen Namen wollte er nicht nennen.

Thiel geht davon aus, dass das neue Geschäft im dritten Quartal öffnen wird. Nach dem Auszug von Rewe seien größere Umbauten nötig. Die Fläche sei veraltet – auch von der Technik her. Künftig werde der Getränkeverkauf in den Supermarkt integriert. Der außerhalb liegende Markt werde voraussichtlich zur Parkfläche umgewandelt.

Dass während der Umbauzeit viele Kunden wegbleiben, befürchtet Thiel nicht. Nach wie vor biete das Center Lebensmittel an. So gibt es Bäcker, Metzger, einen Teeladen und ein Feinkostgeschäft. Um Besuchern auch Obst und Gemüse anzubieten, sei er im Gespräch mit Händlern, die temporär Stände in der Ladenstraße aufbauen.

Zudem kämen die meisten Kunden zum Shoppen, und nicht um Lebensmittel zu kaufen. Viele gingen schon jetzt zur nahen Victor-Slotosch-Straße, da es dort mit drei Discounter und einem Rewe-Markt ein vollständigeres Angebot gebe. Auf diese Filiale möchte sich der Kölner Konzern künftig konzentrieren, sagt Anja Krauskopf. Der Markt, neben dem sich ein Rewe-Discounter Penny befindet, werde sehr gut angenommen.

Verlassen wird das Hessen-Center auch die Bäckerei Moos, die derzeit eine Filiale im Rewe-Markt hat. Da der Kölner Konzern schließe, müsse auch der Verkauf und das kleine Café zu machen, sagt der Geschäftsführer der Kette im hessischen Aßlar, Hartmut Moos. Bereits zum Monatsende werde auch die Filiale im T-Gut an der Friedberger Warte in Bornheim eingestellt. Dort seien es allerdings wirtschaftliche Gründe.

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