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Altstadt in Frankfurt Bücher zur neuen Altstadt in Frankfurt

Zur neuen Altstadt in Frankfurt sind einige Bücher erschienen. Darin wird unter anderem erörtert, ob sie reines „Heile-Welt-Gebaue“ oder ein gelungenes Quartier ist.

Neue Frankfurter Altstadt
Getöpferte Nachbildungen von Gebäuden aus Frankfurt. Foto: dpa

Es gibt viel zu lesen zum Thema neue Altstadt. Zum Beispiel die offizielle Festschrift zur Eröffnung, beauftragt von der städtischen Dom-Römer-GmbH, herausgegeben von Matthias Alexander, dem Leiter des FAZ-Stadt- und Regionalteils. OB Peter Feldmann (SPD) lobt in der Pressekonferenz das zweibändige Werk als „sehr gelungen.“ (Societäts Verlag, 50 Euro).

Er bedankt sich ausdrücklich bei Michael Guntersdorf, seit 2009 Geschäftsführer der Dom-Römer-GmbH: „Man kann nur den Hut ziehen vor Ihnen und Ihrem Team.“ Feldmann weiß wohl, was die Kommune dem Manager verdankt, wenn sie am Freitag das neue Quartier offiziell eröffnen kann. Guntersdorf hat viele Probleme aus der Welt geschafft und tut es noch. 

Die Festschrift würdigt ausführlich die Vorgeschichte der Altstadt bis zu ihrer Zerstörung 1944; der Beitrag stammt aus der Feder von Evelyn Brockhoff, der Leiterin des Instituts für Stadtgeschichte. Der Architekturkritiker Falk Jaeger beschäftigt sich mit dem „aseptischen und idealisierten Geschichtsbild“ der neuen Altstadt. Der Journalist Dankwart Guratzsch stellt das Viertel als „Gegenbild zu den Maximen der Moderne“ vor. Der Oberbürgermeister dankt namentlich den Architekten Christoph Mäckler, Vorsitzender des Gestaltungsbeirates, und Jochem Jourdan, der unter anderem die Rekonstruktion der „Goldenen Waage“ verantwortete: „eine Höchstleistung“.

FR-Heft zur Geschichte der neuen Altstadt

Das Deutsche Architekturmuseum (DAM) hat mit „Die immer neue Altstadt“ das Buch zur Ausstellung im DAM vorgelegt (Jovis Verlag, 54 Euro). Hier werden deutlich kritischere Töne angeschlagen. Der Architekturtheoretiker Stefan Trüby rügt „unterkomplexes Heile-Welt-Gebaue, das der Verblödung seiner Liebhaber zuarbeitet“. Er stellt heraus, dass der „völkische Autor“ Claus Wolfschlag 2005 als Mitarbeiter für die Bürger für Frankfurt (BFF) im Römer den ersten Antrag für die Altstadt formuliert habe.

Der Schriftsteller Martin Mosebach lobt das Quartier als gelungen, der Autor Andreas Maier sieht es als „das teuerste und modernste Game auf dem Markt“. Das Viertel sei eine „begehbare und bewohnbare Fiktion von Vergangenheit“. FR-Redakteur Claus-Jürgen Göpfert zeichnet den Weg zur Altstadt als „politisches Lehrstück“: Wie kam es, dass sich die Stadtregierung den Forderungen „kleiner, aber lautstarker Gruppen“ beugte?

Und auch die Frankfurter Rundschau hat unter dem Titel „Die neue Altstadt“ ein Heft zur Geschichte und Entstehung der neuen Altstadt herausgebracht. Es ist für sechs Euro in zahlreichen Bahnhofsbuchhandlungen und im Presseeinzelhandel in Frankfurt und der Region zu erhalten. Das Heft ist 82 Seiten stark und erzählt u.a., wie es zum politischen Beschluss zur Altstadt kam. 

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