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Altstadt / Bornheim Alles bio, alles regional

Die Aktionstage Nachhaltigkeit starten am Dienstag mit Projekten zum Thema Umweltschutz. Den Sommer über wird es auch auf der Berger Straße Projekte geben.

Netzwerk für Nachhaltigkeit | Marlene Haas
Marlene Haas engagiert sich für den Umweltschutz. Foto: peter-juelich.com (peter-juelich.com)

Das Thema nachhaltige Ernährung steht in Frankfurt im Mittelpunkt der Aktionstage Nachhaltigkeit. Das Hotel Spenerhaus wird vom 30. Mai bis 2. Juni Anlaufstelle sein. Kostenlos probieren kann man dort handgerührte Marmeladen vom Offenbacher Unternehmen Genusswolke sowie Honig vom Nachhaltigkeitsprojekt „Bienenretter“. Außerde, bieten der Weltladen und der Fair-Trade-Händler GEPA Kaffee und Schokolade an, alles fair gehandelt.

Auf dem Programm steht auch eine Diskussionsrunde über Bio-Hotellerie. Und dann gibt es noch das vegetarische Überraschungsdinner am Freitagabend. Die Köche des Spenerhauses bereiten es zu, der Dottenfelderhof aus Bad Vilbel sponsert die Lebensmittel. Alles bio, alles regional.

Aufgerufen zu den deutschlandweiten Aktionstagen hat der Nachhaltigkeitsrat der Bundesregierung. Vom 30. Mai bis zum 5. Juni soll es im ganzen Land zahlreiche Aktionen geben. Für Frankfurt hat sich Marlene Haas von der gemeinnützigen Gesellschaft „Lust auf besser leben“ (Labl), um das Programm gekümmert.

Seit mehreren Jahren entwickelt Haas Projekte zum Thema Nachhaltigkeit, vor allem für Bornheim und die Berger Straße. Auch dort plant sie für die Sommermonate wieder Aktionen, die über die Aktionstage hinausgehen. So soll am 15. Juli am Uhrtürmchen ein Open-Air-Kino aufgebaut und ein Film über Plastikmüll gezeigt werden, außerdem soll es eine Putzaktion auf der Berger Straße geben. Beide Aktionen sind Teil einer mehrmonatigen Kampagne in Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverein Bornheim-Mitte, der Interessengemeinschaft Untere Berger und den Händlern des Bornheimer Marktes. „Ich bin dabei: Plastikfrei!“ heißt die Initiative, die am 7. Juni beginnt.

Auf der Berger Straße wird es bald eine plastikfreie Alternative zur üblichen Plastiktüte geben. Mit Beginn der Plastikfrei-Kampagne werden zehn Taschenkörbe entlang der Einkaufsstraße aufgestellt. Dort kann sich dann jeder einen Einkaufsbeutel herausnehmen, 6000 Taschen hat das Kampagnenbündnis dafür produzieren lassen. Die Idee ist allerdings, dass dort nicht nur Taschen herausgenommen werden, sondern dass Menschen, die zu viele Einkaufsbeutel besitzen, auch welche hineinlegen.

„Einige Händler sagen, dass die Kunden zur Konkurrenz gingen, wenn sie keine Tüten anböten“, berichtet Haas, die auch Vizepräsidentin der Industrie- und Handelskammer Frankfurt ist. Andere Einzelhändler hingegen verzichten mittlerweile komplett auf Plastiktüten. Haas betont dazu allerdings, die Mehrheit der Betriebe sei gegen ein generelles Verbot von Plastiktüten.

Ob Frankfurt mit den vielen Initiativen zum Thema Nachhaltigkeit in den den vergangenen Jahren auch insgesamt nachhaltiger geworden ist? Marlene Haas ist sich nicht sicher. Zwar könne mittlerweile jeder Bürger etwas mit dem Thema Klimaschutz anfangen. Der steigende Konsum laufe dem Ziel einer nachhaltigen Entwicklung jedoch entgegen, sagt sie.

Gewinnen Sie Karten für das Überraschungsdinner: Zehn Leserinnen und Leser der FR können an dem Dinner mit Vertretern nachhaltiger Betriebe teilnehmen. Melden sie sich bis Donnerstag, 1. Juni, 8 Uhr über unsere Website www.fr-abo.de/gewinnspiel mit dem Stichwort „Dinner“ an. Unter allen Teilnehmern verlosen wir dann 5x2 Karten für das Abendessen im Spenerhaus im Wert von jeweils 60 Euro.

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