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3D-Schwarzlicht-Minigolf-Anlage in Frankfurt Frankfurts erste 3D-Schwarzlicht-Minigolf-Anlage

An der Berger Straße eröffnet Frankfurts erste 3D-Schwarzlicht-Minigolf-Anlage. Der Gewerbeverein begrüßt das neue Angebot.

Schwarzlicht Minigolf
Geschäftsführer Daniel Kayser führt die Bahn vor. Foto: Michael Schick

Das Loch schwebt über dem Boden. Etwa zehn Zentimeter hoch. Wie der leuchtende Ball dort eingelocht werden kann, ist nicht zu erkennen. Vor allem, da zusätzlich noch etliche Hindernisse zu überwinden sind. Doch wer die 3D-Brille wieder absetzt, kann sehen, dass hier keine Zauberei im Spiel ist. Das Ziel befindet sich ganz regulär am Boden der Minigolf-Anlage. Aber es ist eben keine gewöhnliche. Es ist Frankfurts erste 3D-Schwarzlicht-Minigolf-Anlage. Zu finden an der Berger Straße 138.

Ab Freitag, 28. September, kann auf dem Parcours in zwei Ladenlokalen gegenüber des ehemaligen Saturns gespielt werden. Lange standen die Flächen leer, in denen zuvor ein Friseur und ein Jeansladen waren. Seit Mai hat die Gesellschaft Schwarzlichthelden die Räume gemietet. Die meisten Arbeiten sind bereits abgeschlossen, sagt Tim Schieferstein, der den Laden gemeinsam mit Daniel Kayser und Matthias Goetz gegründet hat. Noch fehle das Okay der Bauaufsicht.

Die drei Betreiber haben Anfang 2017 in Mainz die erste 3D-Schwarzlicht-Minigolf-Anlage im Rhein-Main-Gebiet eröffnet. 80 000 Kunden haben im ersten Jahr dort gespielt, so Schieferstein. „Das hat uns motiviert, auch in Frankfurt nach einer Location zu schauen.“ Schwierig, etwas zu finden, was zentral liegt aber bezahlbar ist. „Wir wollten nicht in ein Gewerbegebiet, wo man erst umständlich hinfahren muss.“ Jetzt also Bornheim.

300 Quadratmeter groß ist die Anlage, gespielt wird über zwei Etagen. In vier Räumen erwarten die Besucher 18 Bahnen, die die drei Freunde selbst entworfen haben. Monatelang haben sie getüftelt und recherchiert, wie sie die Bahnen auf dem begrenzten Platz unterbringen. „Das war zum Teil sehr anspruchsvoll.“ Die kleinste Bahn nimmt etwa drei Quadratmeter ein. Eine andere verbindet das Erdgeschoss mit dem Keller: Richtig gespielt rollt der Ball durch eine Röhre nach unten.

„Wir wollten nicht 08/15“, sagt Schieferstein. So gibt es etwa eine Bahn, bei der die Spieler zunächst ein Labyrinth mit den Händen bewegen müssen, um den Ball zu platzieren. Eine andere Station ist einem Flipperautomaten nachempfunden. Dort kann ein Gegenspieler Hebel bedienen und den Ball dadurch in ein Loch spielen, wodurch er wieder am Anfang landet.

Sechs Graffiti-Künstler haben die Wände mit speziellen UV-Farben gestaltet, die im Schwarzlicht leuchten. Jetzt schauen von den Wänden düstere Comic-Figuren, die von Superhelden bekämpft werden – und die sich, sobald man eine 3D-Brille aufsetzt, zu bewegen scheinen. 1500 Farbdosen haben die Sprayer geleert. Durch die Spezialfarben scheinen der Ball, Ziellöcher oder Hindernisse zu schweben, manche Barrieren werden fast unsichtbar.

Das Team von Schwarzlichthelden wollte der Bornheimer Filiale einen eigenen, Frankfurter Look geben. Wer sich die bemalten Wände anschaut, findet neben Monstern Bekanntes aus der Main-Metropole. In einem Zimmer etwa ist die Skyline zu sehen, eines erinnert an den Flughafen. Für den ersten Kellerraum, der angelehnt an die U-Bahn-Station Höhenstraße mit Schienen gestaltet wurde, hat sich das Trio etwas Besonderes einfallen lassen: Wer die Treppe heruntergeht, dem hallt die Original-Ansage inklusive „Ausstieg rechts“ entgegen.

Der Gewerbeverein Bornheim Mitte begrüßt es, dass in den ehemaligen Geschäften eine Minigolf-Anlage eröffnet wird. „Das ist eine super Idee“, sagt der Vorsitzende Franz Steul. Die Berger Straße sei innovativ, von daher passe das Angebot auch gut auf die Einkaufsmeile.

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