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Wohnen in Frankfurt Fünf neue Mehrfamilienhäuser

In die denkmalgeschützten Gebäude an der 1885 erbauten Hofgut Obermühle sollen fünf Mehrfamilienhäuser mit 35 Eigentumswohnungen eingegliedert werden.

Niederursel
Visualisierung: So sollen die Wohnhäuser aussehen. Foto: delom wohnbau

Ab März wird am Mühlgraben in Alt-Niederursel gebaut. Dann wird mit dem Abbruch des Hofguts Obermühle begonnen. Das Projekt der Delom Wohnbau GmbH orientiert sich dabei an der Historie des Ortes. „Ein Großteil der abgetragenen Baustoffe wird recycelt“, sagt Geschäftsführer Dominic Reinemer. Bis Ende 2019 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Die Pläne für das Bauvorhaben „Hofgut Obermühle“ wurden am Donnerstag dem Ortsbeirat 8 vorgestellt. In die denkmalgeschützten Gebäude an der 1885 erbauten Mühle sollen fünf Mehrfamilienhäuser mit 35 Eigentumswohnungen eingegliedert werden. Unter den Wohngebäuden an der Obermühlgasse soll zudem eine Tiefgarage mit 35 Stellplätzen entstehen. Rund 20 Prozent der Wohnungen sind bereits verkauft, weitere 25 Prozent reserviert.

Die Baugenehmigung für das 13,5 Millionen Euro teure Projekt liegt seit September vor. „Es war ein langer Prozess für ein vergleichsweise kleines Bauvorhaben“, sagt Reinemer. Seit 2015 habe sich die Stadt über die Baupläne für das Hofgut mit dem Wohnhaus und den Wirtschaftsgebäuden beraten.

Unklar ist noch die Wegeführung für die Baustellenfahrzeuge. Die Baufahrzeuge könnten entweder durch den Ortskern von Alt-Niederursel geleitet oder über den Dorfwiesenweg und die Krebsmühle auf die Rosa-Luxemburg-Straße geführt werden. Beide Strecken seien für ein erhöhtes Verkehrsaufkommen geeignet. „Da wir es hier nicht mit einer Großbaustelle zu tun haben, wird sich der Baustellenverkehr auch in Grenzen halten“, sagt Reinemer.

Für den Ortsbeirat bleibt die Verkehrssituation auch über die Bauzeit hinaus ein Thema: Da für jede der 35 Wohnungen nur ein Kfz-Stellplatz vorgesehen ist, sorgt sich das Stadtteilgremium um die oberirdische Parkplatzsituation. „Aufgrund der Nähe zur U-Bahn-Station ‚Wiesenau‘ gehen wir davon aus, dass es diesbezüglich keine Probleme geben wird“, sagt Eckart von Schwanflug, der für das städtebauliche Konzept verantwortlich ist. Die Stellplätze seien zudem verkäuflich, sodass Bewohner, die kein Auto haben, ihren Platz an eine Partei mit zwei Fahrzeugen abtreten können. „Der ruhende Verkehr sollte somit in der Tiefgarage verschwinden“, sagte er.

Überhaupt orientiere sich das Projekt an den dörflichen Strukturen Niederursels und der Geschichte des Guts. „Die historische Remise am Mühlgraben bleibt erhalten“, sagt Schwanflug. „Auch Teile vom Dach, vom Fachwerk und von den Klinkersteinen sollen abgetragen und neu verbaut werden.“

Die Entwürfe des Architekturbüros Karl Dudler entsprechen den 1949 durch die Trümmerverwertungsgesellschaft auf dem Areal neu errichteten Scheunen. Diese waren 1945 nach einem Blitzeinschlag abgebrannt und wurden anschließend mit aus Kriegstrümmern geborgenen historischen Baumaterialien wiederaufgebaut. Klinkerfassaden, Tonziegeldächer und Galgenfenster werden das Hofgut Obermühle prägen.

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