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Woche unabhängiger Buchhandlungen in Frankfurt Autorensamstag mit Tim Frühling

Die Buchhandlung „Bücher im Bogen“ in Frankfurt bietet eine Autorenstunde im Rahmen der Woche unabhängiger Buchhandlungen. Die Teilnahmebereitschaft anderer Buchhandlungen ist überschaubar.

Bücher im Bogen
Marion Schulze (li.) und Julia Münter bringen Bücher in den Bogen. peter Jülich Foto: peter-juelich.com

In die Buchhandlung am Gravensteiner Platz kehrt heute der Frühling ein. Im Gepäck hat er seine Bücher. „Bücher im Bogen“, wie die noch recht junge Buchhandlung in Preungesheim heißt, bietet nämlich einen „Autorensamstag mit Tim Frühling“. Der Moderator des Hessischen Rundfunks hat bereits einige Krimis geschrieben, die er heute zum Signieren mitbringt. Das soll nicht alles sein, wie die Inhaberin der Buchhandlung, Marion Schulze, verspricht: „Er wird auch seine Lieblingsbücher empfehlen.“

Frühlings Besuch ist Teil der „Woche unabhängiger Buchhandlungen“ (WUB), einer Aktion, die vor drei Jahren initiiert wurde, um kleinen eigenständigen Buchhandlungen eine gemeinsame Plattform zu bieten. Doch die Resonanz der Buchhandlungen ist auch im vierten Jahr noch überschaubar. Von den rund 80 Frankfurter Buchhandlungen haben sich nur acht zur WUB bekannt, und diese acht Buchhandlungen bieten in der Woche vom 4. bis 11. November ganze fünf Veranstaltungen an. Frankfurt liegt damit im bundesweiten Durchschnitt: 623 Buchhandlungen bieten laut der Internetseite der WUB 447 Veranstaltungen.

David Mesche, Initiator der WUB, hält die Zahl für zu gering. „Nicht alle Kollegen haben ihre Events auf der Homepage eingestellt. Die Sichtbarkeit an dieser Stelle zu verbessern, daran werden wir in den nächsten Monaten arbeiten“, verspricht der Berliner Buchhändler.

Immerhin steigt die Zahl der teilnehmenden Buchhandlungen von Jahr zu Jahr, auch wenn noch viel Luft nach oben ist, wie Mesche selbst einräumt. Nicht jeder Buchhändler sieht die Sinnhaftigkeit einer solchen Aktionswoche. Mesche formuliert es positiv: „Der unabhängige Buchhandel ist ein bunter, vielseitiger und sehr eigensinniger Schwarm.“

Da einige große Verlage die WUB unterstützen, gab es in diesem Jahr für die Buchhandlungen bei Bedarf erstmals ein kostenfreies Werbemittelpaket, um die Veranstaltungen publik zu machen. „Wir hoffen, dass weitere Buchhändler den Mehrwert erkennen“, sagt Mesche.

Buchhändlerin Schulze, die in einer Filialkette arbeitete, bis sie vor knapp einem Jahr ihr eigenes Geschäft gründete, braucht keine weitere Ermunterung, um bei der WUB mitzumachen. Sie bietet am kommenden Dienstag sogar noch eine zweite Veranstaltung an. Dann wird Autor und Mediator Heinz Lovetinsky über sinnvolle Kommunikation in der Familie referieren, dazu gibt es Sekt und Schnittchen. „Es ist eine tolle Möglichkeit, mit den Kunden näher ins Gespräch zu kommen“, sagt Schulze, die auch unabhängig von der WUB immer wieder Veranstaltungen für ihre Kunden organisiert und sich als klassische Familienbuchhandlung sieht.

Veranstaltungen für die Kundenbindung zu organisieren, liegt auch in anderen Buchhandlungen im Trend, nur wollen das viele noch nicht im Rahmen der WUB machen. In Frankfurt bieten diese Woche nur die Büchergilde, Bergen erlesen und das Centro do Livro Aktionen an.

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