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Stadtentwicklung in Frankfurt ABG-Pläne verärgern Ortsbeirat

Die Platensiedlung im Frankfurter Stadtteil Ginnheim soll aufgestockt werden. Die ersten Holzmodule dafür sollen schon bald geliefert werden. Der Ortsbeirat fühlt sich spät informiert.

Platensiedlung
Etwa 650 neue Wohnungen will die ABG in der Platensiedlung in Ginnheim bauen. Die Mieten werden höher als versprochen. Foto: Rolf Oeser

Schon Ende des Monats sollen die ersten Holzmodule für die Aufstockung der Platensiedlung von Heddernheim nach Ginnheim befördert werden. Als Produktionsstätte dient das brachliegende Areal An der Sandelmühle. Weil der Ortsbeirat 8 wegen der bevorstehenden Transporte ein Verkehrschaos befürchtet, präsentierten Vertreter der zuständigen Wohnungsbaugesellschaft ABG Frankfurt Holding dem Gremium nun die Projektpläne.

Von Mai 2018 bis Herbst 2019 wird eine sogenannte Feldfabrik auf dem Grundstück An der Sandelmühle, auf dem einmal ein Wohngebiet entstehen soll, beheimatet sein. Die rund 50 mal 100 Meter große Montagehalle ist bereits in den vergangenen Wochen errichtet worden. Darin sollen die Module für die Aufstockung der Platensiedlung in Ginnheim angefertigt werden.

„Da für den Bebauungsplan 889 noch keine Genehmigung vorliegt, bot sich diese Zwischennutzung des Geländes an“, erklärte Frank Junker, Vorsitzender der ABG-Geschäftsführung, in der Ortsbeiratssitzung am Donnerstag. Zudem sei dies die effizienteste Lösung, denn durch die Nähe zu Ginnheim könnten Kosten gespart, die Umweltbelastung gering gehalten und die Arbeiten zügig durchgeführt werden.

Das Stadtteilgremium hingegen sorgt sich wegen eben jener kurzen Transportstrecke. Ralf Porsche (CDU) verwies auf die ohnehin schon problematische Verkehrssituation an der Kreuzung An der Sandelmühle / Olof-Palme-Straße. „Zu den Stoßzeiten kommt es bereits jetzt zu erheblichen Staus“, erklärte der Fraktionsvorsitzende. Durch die Transporte würde die Kreuzung noch stärker belastet. 

Mehr Lastwagenfahrten

Die Verkehrssituation vor Ort war schon in Bezug auf das geplante Neubaugebiet „Sandelmühle“ Thema im Stadtteilgremium. Nun ist früher als erwartet mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen in Heddernheim zu rechnen. Je fünf An- und Auslieferungen pro Werktag sollen abgewickelt werden. Das ergibt bis zu 20 Lastwagenfahrten zusätzlich pro Tag. 

Vom Bahnübergang An der Sandelmühle werden die Transporter weiter über Kupferhammer und die Rosa-Luxemburg-Straße bis nach Ginnheim geleitet. „Wir umfahren die Heddernheimer Landstraße und somit den Ortskern“, erklärte Junker die Hintergründe für die Wahl der Streckenführung.

Der Ortsbeirat sieht darin nicht die optimale Lösung, er befürchtet weiterhin ein Verkehrschaos an der Sandelmühle und ärgert sich, nicht früher über die Feldfabrik informiert worden zu sein. Stephanie Mohr-Hauke (SPD) erkundigt sich überdies nach den weiteren Plänen für das Areal. Spätestens mit dem Bau eines Wohngebietes sei ihrer Meinung nach ein Umbau der Kreuzung unumgänglich. 

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