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Schulen in Frankfurt Römerstadtschule erhält Neubau

Die Römerstadtschule in Frankfurt-Heddernheim erhält für 24 Millionen Euro ihren lang ersehnten Neubau. Entstehen soll ein barrierefreies Schuldorf mit Aufzügen, Mensa, Klassentrakten und Fachräumen.

Römerstadtschule in Heddernheim
So soll der Neubau der Römerstadtschule laut dem leitenden Trapez-Architektbüro einmal aussehen. Foto: Trapez-Architektbüro

Endlich tut sich etwas an der Römerstadtschule. Der Spatenstich zum jahrelang geplanten Neubau für die inklusive Grundschule wurde am Donnerstag vollzogen. An der Ecke Ernst-Kahn-Straße/In der Römerstadt, wo einst Baracken der US-amerikanischen Streitkräfte standen, sollen bis zum Sommer 2020 vier neue Schulgebäude errichtet werden. Durch einen überdachten, quadratischen Innenhof sollen die dreigeschossigen Häuser miteinander verbunden sein und von oben betrachtet einem „Windrad“ ähneln.

Damit soll ein „barrierefreies Schuldorf“ mit Aufzügen, Mensa, Klassentrakten, Fachräumen für Musik und Kunst, einer Bibliothek, Therapie- sowie EDV-Räumen entstehen. Rund 24 Millionen Euro werde der Passivhaus-Bau kosten, berichtete Baudezernent Jan Schneider (CDU) am Donnerstag.

Eine Sanierung der Ende der 1960er Jahre errichteten Flachdachgebäude mit Waschbetonfassade, die an das künftige Schulgelände angrenzen und während der dreijährigen Bauphase weiter genutzt werden sollen, sei nicht mehr wirtschaftlich gewesen. Immer wieder hatte es ins undichte Dach herein geregnet. Die Heizungsanlage war mehrfach defekt gewesen.

Seit einigen Jahren wird für die gewachsenen Schülerzahlen in Containern unterrichtet. Auch die Schulbücherei ist in einem Container untergebracht. Deshalb hatten Mitglieder des Schülerbeirates der mittlerweile mehr als 330 Kinder zählenden Schülerschaft Baudezernent Schneider zwischenzeitlich einen kleinen Spaten als Erinnerung überreicht. Daran hatten die Schülervertreter Karten gehängt, auf denen sie ihre Anliegen formulierten: „Wir brauchen mehr Platz“ und „Tut endlich was“ war darauf zu lesen. Auch einen Protest-Song mit dem selben Titel hatten die Schüler einstudiert.

Inklusive  Lerngruppen

Schließlich verzögerte sich der Neubau auch deshalb, weil das Denkmalamt nach Bodenuntersuchungen Teile eines Tempelbezirks der römischen Stadt „Nida“ gefunden hatte. Diese sollen nun in den Neubau der Römerstadtschule integriert werden, berichtete der leitende Architekt Georg Fast. „Die Fundament-Spuren werden im Außenbereich und in den Gebäuden sichtbar gemacht“, sagte Fast.

Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) hob in ihrer Rede das besondere Konzept der inklusiven Grundschule mit „sieben jahrgangsübergreifenden, inklusiven Lerngruppen“ statt Klassen hervor. Für dieses Konzept hatte die Schule vor vier Jahren den Deutschen Schulpreis erhalten. „Ich weiß, dass wir Ihre Geduld sehr auf die Probe gestellt haben“, sagte Weber.

Dem Konzept würden auch die vier neuen Gebäude-Teile mit jeweils etwa 275 Quadratmetern Fläche entsprechen, die den Elementen Wasser, Luft, Feuer und Erde zugeordnet seien und zur „besseren Orientierung für die Schüler“ dienten, sagte Schulleiterin Elke Wagenblast. „Unser Schulbetrieb ist absolut beengt, wir sind dringend auf einen Neubau angewiesen“, sagte sie.

Durch „verschiebbare Möbel“ und „offen gestaltete Räume“ sollen die neuen Gebäude dem inklusiven Konzept der Grundschule Rechnung tragen, berichtete Architekt Fast. Die Vorsitzende des Elternbeirates, Gigi Witthohn, sagte: „Es ist toll zu sehen, dass es nun endlich voran geht“. Nach Fertigstellung der Schulgebäude im kommenden Sommer soll dann auch das Außengelände neu gestaltet werden.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Schulen in Frankfurt

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