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Riedberg Gegen ungebetene Gäste

Zum Schutz vor Einbrechern berät die Polizei auf dem Riedbergerplatz. Wer wissen will, wie er sein Haus sichert, kann sich von den Beamten besuchen lassen.

Die Sitzplätze in dem Polizeibus, der auf dem Riedbergplatz parkt, sind am Donnerstag alle belegt. Und die Stimmung der Besatzung, acht Kinder der Gipfelflitzer-Kita, ist prächtig. „Uuuuhhuuh“, ahmen sie Sirenengeräusche nach. Die sechsjährige Mina, mit Polizeimütze auf dem Kopf, und der vierjährige Finn, mit Kelle in der Hand, sitzen auf dem Fahrer- und Beifahrersitz und mimen die Einsatzleiter. Adrian Homeier, Schutzmann vor Ort, schaut, nach der Ordnung in seinem Streifenwagen.

Mit seinen Kolleginnen von der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle, Manuela Lang und Jennifer Maske, hat er am Riedbergplatz einen Stand aufgebaut, um über Wohnungseinbrüche, Internet-Kriminalität und Straftaten an Senioren zu informieren. „Der Riedberg ist ein fast unauffälliges Gebiet“, sagt Homeier und sei „maximal durch die Nähe zur Autobahn“ für Einbrecher attraktiv. Viele Häuser in dem jungen Stadtteil seien mit hohen Sicherheitsstandards ausgestattet.

Außer den Kindern ist wenig los. Am Morgen seien viele Bewohner der Rhein-Main-Seniorenresidenz vorbeigekommen, sagt Lang. Dort habe die Hauptkommissarin schon häufiger Vorträge gehalten. „Viele Ältere fühlen sich eigentlich so fit, dass ihnen nichts passieren könne“, sagt die 45-Jährige. Sie erkläre ihnen dann, dass sie im Gefahrenfall möglicherweise nicht so schnell handeln könnten, wie sie zunächst einschätzten. Und wie sie sich richtig verhalten sollten.

Ein Mann, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, kommt an den Stand. Er ist erst vor drei Monaten mit seiner Familie an den Riedberg gezogen, wohne am Feldrand und sei öfter beruflich unterwegs. Daher wolle er Frau und Kind schützen. Maske vereinbart einen Besuch bei dem Mann, bei dem Kollegen sich das Haus sowie Außengelände anschauen. „Hohe Hecken sind zum Beispiel ein Sichtschutz für Einbrecher“, sagt Maske. Daneben könnten Licht-Spots angebracht werden.

Jeder Einbruch ist einer zu viel

Maske berät auch zu Prävention im Internet. Senioren fragen etwa, ob das TAN-Verfahren bei Online-Überweisungen ausreichend schütze. „Die TANs werden speziell für eine Transaktion erstellt und sind daher sicher“, sagt Maske. Daneben habe sie darüber aufgeklärt, dass auch Smartphones Virenschutz benötigten.

Ihre Kollegin berichtet, dass die Zahl der Einbrüche im vergangenen Jahr in ganz Frankfurt auf 1800 zurückgegangen sei. „Etwa die Hälfte ist im Versuchsstadium geblieben“, sagt Lang. Sie vermute, dass sich dabei die Mischung aus Beratung, Sicherung der Wohnungen, Streifenfahrten sowie hohe Strafandrohung ausgezahlt hätte. Trotzdem: „Jeder Einbruch ist einer zu viel.“ Die Täter würden massiv in die Privatsphäre der Opfer eingreifen.

 

Die Beratungsstelle auf der Zeil 33, ist telefonisch unter 75 55 55 55 oder per E-Mail: beratungsstelle.ppffm@
polizei.hessen.de erreichbar.

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