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Riedberg Farbe für triste Mauern

Kinder und Jugendliche sollen Betonwände am Riedbergplatz mit Graffiti verschönern. Die Schulen und das Jugendhaus vor Ort sollen eingebunden werden.

Graffiti in Nieder-Eschbach
Dieses Graffiti befindet sich in Nieder-Eschbach. Künftig sollen auch Wände am Riedberg besprüht werden. Foto: Christoph Boeckheler

Die grauen Betonmauern auf dem Riedbergplatz, die gegenwärtig teilweise mit lieblosen Tags und Schriftzügen versehen sind, könnten bald der Vergangenheit angehören. Auf Initiative des Ortsbeirat 12 soll das Areal künstlerisch umgestaltet werden.

Bereits vor mehreren Jahren wurden die Betonmauern um den Riedbergplatz vom Magistrat als Flächen für legale Graffiti ausgewiesen. Nun wollen die Fraktionen von SPD und Grünen dies auch in die Tat umsetzen. In einer gemeinsamen Mitteilung der Fraktionen heißt es, dass die Maßnahme dazu dient, „die bisherigen unschön beschmierten Mauern dauerhaft ansprechend zu gestalten“ – und dadurch auch die Aufenthaltsqualität des Platzes zu verbessern.

Zur Umsetzung dieses Projektes hat der Ortsbeirat den Kinderbeauftragten des Stadtteils, Ronald Bieber, damit beauftragt, ein Konzept zur künstlerischen Neugestaltung des Platzes zu entwerfen. Dieses soll dann in Zusammenarbeit mit den Schulen des Ortsbezirks sowie dem Jugendhaus Riedberg umgesetzt werden.

Bieber schwebt als Idee dabei vor, „die verschiedenen Wände von jeweils verschiedenen Institutionen gestalten zu lassen“, sagt er. Die künstlerische Gestaltung der Wände müsse sich nicht auf Graffiti beschränken, denkbar seien auch andere Arten der Bemalung. „Genau diese Frage nach der konkreten Ausgestaltung soll mit den Jugendlichen zusammen erarbeitet werden“, erläutert Bieber den nächsten Schritt.

Da sich die Durchführung des Projektes selbstverständlich ebenfalls nach den Lehrplänen und sonstigen Freizeitangeboten der beteiligten Institutionen richten muss, geht Bieber abschließend davon aus, „dass wir hoffentlich im nächsten Sommer einen schönen Riedbergplatz haben werden.“

Wolfgang Diel, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Ortsbeirat, begrüßt, dass die Mehrheit des Gremiums den Antrag unterstützt. „Mit dem Projekt zeigen wir“, so Diel, „dass vor allem Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geboten wird, ihre Kreativität im Stadtteil auszuleben.“ Sven Moulden (SPD) betont, dass die Bemalung auch für politische Botschaften genutzt und „der Jugend somit ein weiteres Sprachrohr gegeben werden kann“.

Grünes Licht für das Projekt gibt es auch vom Amt für Straßenbau und Erschließung. Laut Leiterin Michaela Kraft wurde bereits ein Graffiti-Schutz von den Wänden entfernt, so dass die Fläche fortan „jeglichen Projekten zur Verfügung steht“.

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