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Riedberg Bewegen und Begegnen

Das Familienzentrum Billabong feiert Eröffnung in seinen neuen Räumen an der Graf-von-Stauffenberg-Allee. Angefangen hat der Verein vor zwölf Jahren als Mütter-Stammtisch.

Nachbarschaftszentrum
Eröffnungsfeier mit Popcornmaschine. Foto: Monika Müller

Wir haben uns auf die Reise gemacht und sind jetzt endlich angekommen.“ So beschreibt Harriet Papastefanou ihren Gemütszustand am Freitagmorgen. „Das tut sehr, sehr gut.“ Papastefanou ist eine von sieben Gründerinnen des Familienzentrums Billabong, das mit rund 50 Beteiligten und Gästen seine Eröffnung in der unteren Etage des Studierendenwohnheims in der Graf-von-Stauffenberg-Allee 46b gefeiert hat.

Die eigentliche, physische Ankunft in die auf 600 Quadratmeter verteilten Räume fand bereits im Oktober vergangenen Jahres statt. Nun steht alles bereit. „Beratung“, „Malraum“, „Multi-Raum“ und „Mini-Kiga“ steht auf liebevoll gestalteten Schildern an den Türen. An der Theke im Eingang liegen bereits zahllose Flyer von Einrichtungen und Institutionen aus dem Kinder- und Jugendbereich aus. Gerahmte Bilder vergangener Jahre schmücken die Wände. Die Anwesenden sind sichtlich zufrieden, erleichtert, auch stolz.

„Wir haben es geschafft, uns einen selbstbestimmten Ort zu schaffen“, sagt Vorstandsmitglied Simone Hoppe und erinnert an die zurückliegenden fast zwölf Jahre, in denen das Familienzentrum sein Angebot teils in Containern, teils in einer Eigentumswohnung, teils im Jugendzentrum umgesetzt hat. Als die Gründerinnen 2006 zusammenkamen, gab es im Stadtteil keinen Treffpunkt für Familien.

„Not hat den Verein gegründet“, sagt Sprecherin Sabine Fiedler. Zunächst als ein Mütter-Stammtisch, bald als Einrichtung zur gegenseitigen Unterstützung und schließlich als Verein mit einem breiten Beratungs- Bewegungs- und Kreativangebot. Inzwischen hat sich Billabong als Institution im Stadtteil etabliert. „Ich hab’s Ihnen immer zugetraut“, lobte auch Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) am Freitag.

Unter dem Motto „Ankommen und Wohlfühlen“ baut das Familienzentrum sein Programm in den neuen Räumen nun weiter aus. „Wir orientieren uns an der Nachfrage im Stadtteil“, sagt Fiedler. Da gibt es neben offenen Treffen als niedrigschwellige Angebote auch eine enge Kooperation mit dem Parea-Heim für betreutes Wohnen. So können die Älteren Ballettkurse machen oder zum Seniorencafé vorbeikommen.

Christiane Kompch-Maneshkarimi ist Sprecherin des Landesnetzwerks für Mehrgenerationenhäuser in Hessen, an dem das Familienzentrum seit 2017 beteiligt ist. „Billabong hat sich im Netzwerk sehr schnell eingefunden“, sagt Kompch-Maneshkarimi. Sie ist begeistert von der Atmosphäre im Haus: „Dieses ambitionierte Miteinander ist es, was alle Mehrgenerationenhäuser verbindet“.

Ende des Monats soll das eigens betriebene Stadtteilcafé eröffnen. Dort soll es dann nicht nur ein Wochenendfrühstück geben. Hier hofft man auch auf einen Anreiz, die Studierenden anzusprechen, die ansonsten das Haus bewohnen: „Vielleicht locken wir sie mit Coffee to-go“, sagt Fiedler.

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