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Repair-Café in Frankfurt Neues Repair-Café

Lieb gewonnene Geräte muss man bei Defekten nicht gleich wegwerfen. Im Begegnungszentrum, Aßlarer Straße 3 in Frankfurt, wird jeden dritten Samstag im Monat von 15 bis 18 Uhr gebastelt.

Das ist kein Schrott. Das ist Vintage. Im Repair-Café lassen sich Altgeräte reparieren.

Endlich geht es los!“ Die Freude der Initiatorin Imke Eichelberg ist groß. Am heutigen Samstag öffnet das Repair-Café in Heddernheim. Unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ können dort ab sofort defekte Geräte und Gegenstände mitgebracht und unter fachkundiger Anleitung wieder instand gesetzt werden.

Geöffnet ist das Café immer am dritten Samstag im Monat von 15 bis 18 Uhr im Begegnungszentrum, Aßlarer Straße 3. Wer sich ehrenamtlich als Elektrotechniker / Elektroniker oder als Helfer am Empfang, beim Auf- und Abbau oder für die Website einbringen möchte, ist ebenfalls willkommen, teilt Imke Eichelberg mit.

Bewusster Klimaschutz zum Mitmachen

Repair-Cafés gibt es bereits einige in Frankfurt, nicht aber in Heddernheim. Imke Eichelberg begann vor einem Jahr sich dafür einzusetzen (die FR berichtete). „Ich will hier vor Ort anpacken“, sagte damals die 28-jährige, studierte Umweltwissenschaftlerin und Nachhaltigkeitsberaterin. Ihr Ziel ist es, den Wandel persönlich voranzutreiben – weg vom fahrlässigen Umgang mit der Umwelt hin zum bewussten Klimaschutz, Steigerung der Lebensqualität inklusive.

Als Mitglied der Initiative Transition Town Frankfurt, die Bürger in umweltschonenden Projekten wie Gemeinschaftsgärten und Kleidertauschpartys vernetzt und fördert, verfolgte sie ihre Idee hartnäckig, stellte ihre Idee im Ortsbeirat 8 vor und holte den Frankfurter Verband mit ins Boot.

So wurde das Repair-Café eines von vielen Angeboten im Programm „Aktiv Älterwerden“ des Frankfurter Verbandes. „Gerade viele ältere Menschen hängen an ihren Geräten und Möbeln“, erklärt Sybille Vogl, Leiterin des Begegnungs- und Servicezentrum Heddernheim. „Deshalb freuen wir uns sehr über das Reparatur Café hier im Haus,“ sagt Vogl. Ältere Bewohner könnten zudem ihr Wissen an jüngere Menschen weitergeben. Generationsübergreifender Klimaschutz sozusagen.

Repair-Cafés verstehen sich als Appell gegen die Wegwerfgesellschaft. Da viele Firmen keinen Reparaturservice mehr anbieten, müssten oft die Geräte aufwendig entsorgt werden, sagt Imke Eichelberg. Das belastet die Umwelt. Und sei nicht immer nötig. „Manchmal ist ja auch nur eine Schraube locker, oder ein kleines Bauteil defekt, das leicht ausgetauscht werden kann“, sagt Peter Kunst, einer der Reparateure.

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