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Praunheim Immer wieder montags

Mit einer lustigen Kampagne wirbt der Männerchor um neue Mitsänger. 2014 hat’s geklappt - jetzt geht es in die nächste Runde.

Es ist gar nicht viel, bloß ein nonchalantes Schnippen mit den Fingern zum Takt. Beim Männerchor Praunheim aber hat sich das mittlerweile zu einem wahren Markenzeichen entsponnen. „Das bringt eine gewisse Lockerheit auf der Bühne“, sagt Peter Scheit. Und er spricht aus Erfahrung, denn Scheit ist seit vielen Jahren erster Vorsitzender der aktuell 32 Sänger.

Den Chor erkennt man nicht nur an der Fingerbewegung wieder, sondern auch an der Werbekampagne, mit der nun um neue Mitglieder geworben wird. „Mir schon widder“ steht auf einem neonfarbigen Plakat. 2014 noch hatte der Chor mit dem Worten „Man(n) kann immer – am Besten montags“ mit einem lockeren Spruch auf sich aufmerksam machen wollen. 17 neue Sänger meldeten sich damals zur nächsten Probe. „So etwas wünschen wir uns wieder“, sagt Scheit.

Den Chor gibt es seit 139 Jahren. Stetig hat er sich dabei angepasst an die Gegenwart, neben Schlagern auch Spirituals, Pop- und Rock-Stücke aufgenommen. Gesungen wird vierstimmig, a cappella ebenso wie mit Klavierbegleitung. „Saufen, trinken, essen ist hier nicht“, erklärt Scheit. Singen, darum gehe es zu allererst. Und das Singen wird wöchentlich geprobt, immer Montagabend von 20 bis 21.30 Uhr in der Pfarrgemeinde Christ-König. Zwischen sechs und acht Auftritte gebe es im Jahr „und dazu noch ein großes Konzert“, sagt Scheit.

Singen und Freundschaft

Aber, betont Peter Scheit, allein um des Singens willen träfen sich die Sänger nicht. „Hier gibt es eine Gemeinschaft und Freundschaften.“ Nach der Probe sitzen alle zusammen, reden über Politik, Sport, was so im Alltag passiere. Der Chor heißt jeden sangeswilligen Mann willkommen. „Vorkenntnisse braucht es keine“, sagt Scheit. Das Singen würden die Neuen in der Gruppe lernen. Und die Gruppe – das sagen auch die Mitglieder – ist heterogen. Längst nicht alle sind aus Frankfurt, das jüngste Mitglied ist 28 Jahre alt, das älteste 84. Banker singen neben Handwerkern, Singles neben Familienvätern.

„Neue Mitglieder können hier nicht nur Gemeinschaft erleben“, sagt Scheit. Sie könnten auch Rhythmusgefühl erlernen, außerdem verbessere das Singen die Atemtechnik. Und beim Singen lerne man, aufeinander zu achten.

Peter Scheit möchte, dass der Chor langfristig „schlagkräftig bleibt“. Mittelfristig steht das große Jubiläumskonzert im September 2018 an. Und kurzfristig? Die erste Probe für alle Neugierigen am 24. April. „Wer möchte, kann aber auch schon vorher zu einer unserer Proben kommen“, sagt Scheit. Wer also Lust verspürt, sollte auf grelle Plakate achten – oder im Internet schauen.

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