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Nieder-Erlenbach Betreuungsplätze in Nieder-Erlenbach sehr begehrt

Der Ortsvorsteher von Nieder-Erlenbach, Yannick Schwander, über die Entwicklung von Baugebieten rund um sein Viertel.

Yannick Schwander
CDU-Ortsvorsteher Yannick Schwander hat sicjh für ausreichend Hortplätze in Nieder-Erlenbach eingesetzt. Foto: Rolf Oeser

Herr Schwander, 2017 wollten Sie sich unter anderem für mehr Hortplätze in Nieder-Erlenbach einsetzen. Haben Sie dieses Ziel erreicht?
Wir konnten jeder Familie, die einen Hortplatz benötigte, einen Platz anbieten. Sogar für Kinder aus der neuen Flüchtlingsunterkunft gab es Plätze, obwohl diese ja erst nach Vergabefrist zu uns kamen. Das ist ein gutes Zeichen.

Wenn das Nieder-Erlenbacher Baugebiet Westrand jetzt erschlossen ist, gibt es dann nicht wieder Engpässe bei den Betreuungsplätzen? Schließlich wächst Nieder-Erlenbach zusätzlich mit den beiden Baugebieten an der Kurmarkstraße und „Südlich am Riedsteg“ unaufhörlich weiter.
Nieder-Erlenbach wird rund 1000 Neubürger dazubekommen. Wir haben daher sehr früh gefordert, in die Bedarfsplanung für unseren Stadtteil eine weitere Betreuungseinrichtung aufzunehmen, und ein Grundstück im Baugebiet „Westrand“ dafür erhalten. Es wird aber immer wieder Engpässe bei Kita- und Hortplätzen geben. Daher sind wir ständig im Austausch mit Schule, Stadt und Landesbehörden.

Im Oktober hat ein Investor das 52.670 Quadratmeter große Areal am Westrand zwischen Umgehungsstraße, Niedereschbacher Straße und Erlenbacher Stadtweg gekauft. Die Stadt wollte damals nicht sagen, wer es ist. Verraten Sie uns, um wen es sich handelt?
Es handelt sich um ein erfahrenes Wohnbauunternehmen: Die Firma Finger Wohnbau, die sowohl als Investor als auch als Bauunternehmer auftritt, wird hier tätig. Erste Entwürfe durfte ich mir ansehen, und ich denke, dass diese dem Ortsbild entsprechen und wirklich passend sind.

Bewirken also die neuen Baugebiete nicht, dass sich der Kern Nieder-Erlenbachs nachhaltig verändert?
Ich würde nicht sagen, dass der dörfliche Ortskern schwindet, gerade durch Straßenbaumaßnahmen, die wir derzeit angehen. Zudem werden alte Häuser und Grundstücke verkauft oder von Erben liebevoll restauriert und renoviert. Wir haben auch immer gesagt, dass wir unseren Teil zur Bewältigung des Zuzugs nach Frankfurt beisteuern wollen. Zwar werden Flächen versiegelt, aber stets mit einem wahrnehmbaren Grünzug, mit Quartiersplätzen und aufgelockerten Straßenzügen, sodass wir keine Betonwüste bekommen und eine gute Luftzirkulation herrscht. Dies ist uns im Ortsbeirat und mir persönlich sehr wichtig.

Hat sich durch die Diskussion um den neuen Stadtteil im Nordwesten Frankfurts die Bebauung des Pfingstbergs aus Ihrer Sicht erledigt?
Ich bin hier weder naiv noch entspannt. Die Diskussion um eine Bebauung des Pfingstbergs wurde durch den neuen Stadtteil im Nordwesten in meinen Augen nur vertagt. Wer sich die Aussagen des Planungsdezernenten und des Oberbürgermeisters durchliest, merkt schnell, dass diese beiden Magistratsmitglieder lieber heute als morgen mit einer solchen Bebauung beginnen würden. Wir werden hier weiter achtsam sein und bei jeder neuen Forderung unsere Stimme erheben.

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