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Kalbach Sanierung weiter unklar

Die Stadt wartet auf ein Gutachten zur Alten Turnhalle am Grubweg. Der Betreiber wechselt.

In der alten Turnhalle im Grubweg findet auch alljährlich die Kinderbuchmesse statt. Foto: Michael Schick

Ob Faschingsfeier, Tanzveranstaltungen oder Ortsbeiratssitzungen, die Alte Turnhalle am Grubweg ist ein wichtiger Bestandteil des öffentlichen Lebens in Kalbach. Doch die in den 20er Jahren gebaute Halle ist marode und sanierungsbedürftig. Auch Baudezernent Jan Schneider (CDU) sieht Handlungsbedarf. Er bestätigt, dass das Amt für Bau und Immobilien damit beauftragt worden sei, eine Bestandsaufnahme zu erstellen, um den Sanierungsbedarf zu überblicken. 

In Gesprächen mit dem Vereinsring, die vor kurzem stattgefunden haben, sei man sich allerdings einig gewesen, „dass es wenig sinnvoll ist, immer nur Einzelheiten zu erneuern“, sagt Schneider. Daher gelte es zunächst, die Gutachten abzuwarten, um anschließend zu entscheiden, ob „eine grundlegende Sanierung langfristig sinnvoll ist oder nicht“, so Schneider abschließend.
Seit Eröffnung des modernen Sport- und Freizeitzentrums Am Martinszehnten wird die Turnhalle längst nicht mehr als Sportstätte, sondern nur noch als Versammlungsraum und Veranstaltungsort genutzt.

Hier treffen sich Vereine wie die Freie Kirche Connect oder der Kerbeverein, hier finden Weihnachtsmärkte, die jährliche Kinderbuchmesse des Kindervereins oder die Oldie-Night des FC Kalbach statt. Verwaltet wird sie bereits seit 1992 durch den Vereinsring Kalbach. 

Gisela Stamm, Vorsitzende des Vereinsrings, berichtet, dass für den Unterhalt der Halle jährlich etwa 12 000 Euro anfielen. Zwar könne der Vereinsring, der eine finanzielle Zuwendung seitens der Stadt erhalte, dadurch den laufenden Betrieb der Halle aufrechterhalten, doch sei dies letztlich auch nur „ein Tropfen auf den heißen Stein, und notwendige Sanierungen können wir davon auch nicht finanzieren“, erklärt Stamm weiter.

Am ehesten „halten wir uns mit Privatvermietungen über Wasser“, fügt sie hinzu. Sie kündigt zudem an, dass sowohl sie als auch der zweite Vorsitzende des Vereinsrings zum Jahresende ihre Ämter und somit auch die Verwaltungsaufgaben für die ehemalige Turnhalle abgeben werden.
Sebastian Betz, erster Vorsitzender des Kerbevereins Kalbach, geht davon aus, dass der Betrieb der Halle ohne die Investition in umfangreichere Sanierungen nicht länger als ein Jahr aufrechterhalten werden könnte. Sollte es jedoch eine Zusage seitens der Stadt geben, grundlegende Sanierungsarbeiten zu finanzieren, dann könnte sich der Kerbeverein vorstellen, die Nachfolge des Vereinsrings als Verwalter der Halle zu übernehmen und somit den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten, so Betz.

Ortsvorsteherin Carolin Friedrich (CDU) berichtet, dass auf der vergangenen Ortsbeiratssitzung ein Antrag verabschiedet worden sei, dass die Alte Turnhalle dringend saniert und dafür Gespräche mit der Stadt, als Eigentümerin der Halle, geführt werden müssten. 
Neben der veralteten Heizungsanlage sieht sie ebenfalls großen Bedarf bei der Modernisierung der Sanitäranlagen und der Dämmung des Gebäudes.

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