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Kalbach-Riedberg Unterricht in Modulen

Die neue IGS startet am Montag in einem Provisorium. Die Erweiterung ist schon in Planung, auch weil der Umzugstermin zum endgültigen Standort noch nicht feststeht.

Holzmodulbau Provisorium
Inzwischen ist der dreigeschossige Bau an der Carl-Hermann-Rudloff-Allee fertig. Foto: Monika Müller

Die Klassenräume an der IGS Kalbach-Riedberg verfügen sogar über einen Klemmschutz. Der Hersteller der Türen hat ihn eingebaut, weil er dachte, dass dieser an hessischen Schulen vorgeschrieben sei. Ist er aber nicht. Da Türen mit Klemmschutz nicht teurer sind, hat die Stadt ihn einfach belassen. „Für lau“, wie Roland Hatz vom Hochbauamt sagt.

Es ist eine Randnotiz. Sie symbolisiert aber, dass auch Holzmodulbauten mehr darstellen können als sie eigentlich sollen: Provisorien, um die steigenden Schülerzahlen auffangen zu können. Von derzeit 59 000 auf etwa 68 000 werde die Zahl in Frankfurt in den nächsten fünf Jahren wachsen, prognostiziert die Vize-Vorsitzende der CDU-Römerfraktion, Nina Teufel. Mit weiteren CDU-Politikern hat sie am Mittwoch die Integrierte Gesamtschule an der Carl-Hermann-Rudloff-Allee besucht.

Am Montag beginnt dort erstmals der Unterricht. Die vierzügige Ganztagsschule mit dem Profil „Sprache und Kommunikation“ verfügt über eine Caféteria und naturwissenschaftliche Fachräume. Nur eine Sporthalle gibt es nicht. Wenn es nach CDU-Baudezernent Jan Schneider geht, können sich die Schüler im 1400-Quadratmeter- Gebäude wohlfühlen. „Das ist ein vernünftiges Dach über dem Kopf“, sagt er.

Die Entourage wollte aber nicht nur schauen, wie toll alles geworden ist. Sondern auch diskutieren, wie nachhaltig Holzmodule sind. Die einen Kritiker sagen, dass sie nicht wesentlich günstiger seien als Massivbauten. Die anderen sagen, dass es in ihnen im Sommer sehr heiß werden könne.

Löcher im Holz gegen Hitze

Beides scheint sich im Riedberg-Quartier Westflügel nicht zu bewahrheiten. Die prognostizierten Kosten betragen 7,24 Millionen Euro – das sind rund 450 000 Euro weniger als das Projektbudget. Vor zu großer Hitze sollen Löcher in der Holzfassade schützen. Abends können Lehrer die Fenster kippen und lüften, ohne dass es in die Räume regnen oder in sie eingebrochen werden kann.

Auf den ersten Blick ist nicht ersichtlich, dass es sich um ein Provisorium handelt. Das trifft sich gut, denn noch ist unklar, wann die Schüler an ihren endgültigen Standort ziehen. Auf dem Areal an der Gräfin-Dönhoff-Straße kann erst zum Teil neugebaut werden, da sich dort noch die neue gymnasiale Oberstufe befindet – ebenfalls ein Provisorium, als Außenstelle der Max-Beckmann-Schule. Auf lange Sicht zieht sie ins Gallus.

Deshalb laufen bereits Planungen für eine Erweiterung des IGS-Provisoriums an der Rudloff-Allee, wie Jan Schneider ankündigt. Vorgesehen sei ein zweiter Flügel für zwei zusätzliche Jahrgänge. Somit könnte die Schule am Standort insgesamt vier Jahre bleiben.

Gewünscht hätte Schneider sich, dass das Bestandsgebäude gleich höher geplant worden wäre. Doch die Hessische Bauordnung lasse bei dieser Art des Bauens maximal drei Geschosse zu, so der Dezernent. Bei der Novellierung der Bauordnung will er darauf Einfluss nehmen.

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