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Kalbach Keimbefall zurückgegangen

Das Umweltamt informiert den Ortsbeirat 12 über den Kalbach. Für spielende Kinder sei das Gewässer keine Gefahr.

Im Vergleich mit anderen Bächen haben Sie ein wirklich gutes Gewässer, erfreuen Sie sich weiterhin an dem Kalbach“, schließt Professorin Ursel Heudorf vom Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt ihren Vortrag über die jüngsten Ergebnisse der Studie zur hygienischen Qualität der Oberflächengewässer der Stadt ab.

Auf Bitte des Ortsbeirates 12 hatte sie diese auf der jüngsten Sitzung noch einmal mit Schwerpunkt auf den Kalbach vorgestellt. Zwar gelte für den Kalbach, ebenso wie für die restlichen Gewässer der Stadt, dass sie nicht zum Schwimmen und nur bedingt zum Bewässern geeignet seien, so Heudorf. Darüber hinaus deuteten die Ergebnisse des Kalbaches jedoch, gerade im Vergleich mit den Nachbarflüssen wie dem Urselbach und der Eschbach, an denen Kläranlagen stehen, darauf hin, dass der allgemeine Keimbefall in den letzten Jahren leicht zurück gegangen sei. Denn, wie die Expertin mit Verweis auf die weiteren 18 untersuchten Oberflächengewässer im Stadtgebiet erklärt, seien im Unterschied zu den restlichen untersuchten Gewässern im Kalbach weder multiresistente Erreger noch Antibiotika gefunden wurden.

Da der Kalbach durch den Freizeitpark des Stadtteils fließt und Kinder somit direkten Zugang vom Spielplatz zum Gewässer haben, befürchteten einige Mitglieder des Ortsbeirats, dass das Spielen am Kalbach Gefahren bergen könne.

Bedenken wegen Kindern

Diese Bedenken konnte Heudorf jedoch ausräumen, indem sie zunächst klarstellte, dass jeder Mensch Millionen von Keimen in sich trage, es jedoch wichtig sei, „dass sie an den Orten des Körpers bleiben, wo sie hingehören“, also nicht etwa über offene Wunden unter die Haut oder ins Blut gelangten.

Das hieße im Klartext, dass Kinder selbstverständlich am Kalbach spielen könnten und auch der bloße Kontakt mit Wasser oder Schlamm daraus nicht schädlich sei. Der entscheidende Punkt sei jedoch nach wie vor die Hygiene, betont Heudorf.

Schließlich habe der alte Spruch: „Nach dem Klo und vor dem Essen das Händewaschen nicht vergessen“ nichts an seiner Aktualität eingebüßt, so Heudorf abschließend.

Die Messungen an den insgesamt 19 Gewässern waren nötig geworden, nachdem sich ein Mann im vergangenen Jahr nach einem Sturz in den Eschbach mit multiresistenten Keimen infiziert hatte. Er musste damals ins Uniklinikum eingeliefert werden. Die Ergebnisse der Messungen hatte das städtische Umweltamt bereits im Dezember veröffentlicht.

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