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Heddernheim Weihnachten in Klaa Paris

Der Budenzauber der Vereine auf dem Karl-Perott-Platz mutet wie eine Familienfeier an. Der besondere Reiz ist es, Freunde und Bekannte zu treffen.

Weihnachtsmarkt Heddernheim
Der Klaa Pariser-Musikzug der Kolpingfamilie spielt Weihnachtslieder. Foto: Rolf Oeser

Schneeflocken fallen vereinzelt vom Himmel. Zwischen den Fachwerkhäusern in Heddernheim riecht es nach Bratwurst und frischem Glühwein. Idyllischer könnte das Ambiente beim 21. Heddernheimer Weihnachtsmarkt am Sonntag kaum sein. Rund 15 Stände und ein Kinderkarussell haben Vereine und Gewerbetreibende aus dem Stadtteil rund um den Karl-Perott-Platz aufgebaut.

„Unser Weihnachtsmarkt ist zwar nicht besonders groß, aber gemütlich“, findet der Vereinsringvorsitzende und Hauptveranstalter Dietmar Pontow. „Für ein bisschen Adventsstimmung muss man nicht extra in die Innenstadt fahren und sich über einen überfüllten Weihnachtmarkt schieben.“ Im Stadtteil könne man in aller Ruhe alte Bekannte und Freunde treffen. „Da es immer weniger Gewerbetreibende gibt, ist der Weihnachtsmarkt in den letzten Jahren allerdings etwas kleiner geworden“, erklärt er.

Heute organisieren ihn vor allem die Vereine. „Wir können in Heddernheim nicht nur Fasching feiern“, sagt Pontow und lacht. „Auch die restliche Zeit vom Jahr ist was los.“ Von der Heddernheimer Kerb bis zum Weihnachtsmarkt in Klaa Paris: Der Vereinsring im Stadtteil versucht immer etwas auf die Beine zu stellen.

Esmeralda Lehmann freut sich besonders auf ihre Freunde vom Karnevalsverein. „Mir ist es auf großen Weihnachtsmärkten viel zu voll“, sagt sie. „Zur Weihnachtszeit will man doch Bekannte und Freunde aus den Vereinen treffen.“ Neben rund acht Essens- und Glühweinständen, sind auch der Archäologische und der Verein „Heddernheim im Wandel“ vertreten. Zur Musikalischen Untermalung trägt der Musikzug „Klaa Paris“ der katholischen Kolpingsfamilie bei.

„Der Stadtteil-Weihnachtsmarkt ist eine tolle Gelegenheit für uns mit den Nachbarn ins Gespräch über unsere Projekte zu kommen“, findet Sybille Vogl. Für den Frankfurter Verband koordiniert sie die Initiative „Heddernheim im Wandel“.

„Wir wollen die Menschen über einen umweltfreundlicheren Lebensstil im Stadtteil aufklären“, sagt sie. Auf dem Weihnachtsmarkt verkauft die Initiative deshalb selbstgemachte Kartoffelchips aus nachhaltiger Landwirtschaft. „Im kommenden Jahr wird auf unseren Einsatz hin der erste „Unverpackt Laden“ – indem Lebensmittel ohne Plastikverpackung verkauft werden – im Stadtteil eröffnen“, erzählt sie außerdem. „Hier auf dem Weihnachtsmarkt wollen wir bei den Anwohnern dafür Werbung machen.“

Ein paar Stände weiter verkauft Nicole Schmitt Babykleidung. „Ich nähe alles selbst hier in Heddernheim“, berichtet sie. „Normalerweise verkaufe ich die Sachen im Internet, aber hier auf dem Weihnachtsmarkt treffe ich viele andere junge Mütter aus dem Stadtteil, die bereits angekündigt haben, heute etwas zu kaufen“, sagt Schmitt. Der Heddernheimer Weihnachtsmarkt sei wie eine Weihnachtsfeier mit der Familie, findet sie. „Alle sind hier mit ihren Kindern und genießen die Adventszeit.“

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