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Heddernheim Stufen statt Rampe für neue Brücke

Für den Neubau des Heddernheimer Stegs hat das Amt für Straßenbau und Erschließung einen Plan B vorgelegt.

Heddernheimer Steg marode | Frankfurt | 02.09.2016
Der Heddernheimer Steg ist marode. Er soll abgerissen und durch eine neue Brücke ersetzt werden. Foto: peter-juelich.com (peter-juelich.com)

Rampe oder keine Rampe? Die Frage nach einem zweiten barrierefreien Zugang zum neuen Heddernheimer Steg in der Nordweststadt beschäftigt den Ortsbeirat 8 seit fast zwei Jahren. In der jüngsten Sitzung kam das Thema erneut auf. Da die von der Stadt bislang erarbeiteten Varianten für den Ersatzneubau mit Rampe zu kostspielig oder zu aufwändig waren, wird nun über eine Alternative beraten. Eine Möglichkeit wäre ein Stufensteg.

Mit dem Abriss der maroden Fußgängerbrücke, die von Heddernheim über den Erich-Ollenhauer-Ring zum Nordwestzentrum führt, hätte eigentlich bereits in diesem Frühjahr begonnen werden sollen. Verzögert werden die Arbeiten durch die vom Ortsbeirat 8 angeregte Debatte über die Notwendigkeit einer Rampe. Die soll zusätzlich zum Fahrstuhl einen barrierefreien Zugang zur Brücke gewährleisten. Weil der Aufzug, der bereits vorhanden ist und in den Neubau integriert werden soll, allerdings regelmäßig ausfiele, sei dieser zweite Zugang nötig, meint das Stadtteilgremium.

Da die Anbringung einer Rampe genau so teuer wie der Bau des neuen Stegs wäre, hat das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) nun einen Plan B entwickelt. Ähnlich wie am Bahnhof Rödelheim könnte ein Stufensteg an der Brücke in Heddernheim angebracht werden. Der wäre jedoch nicht vollständig barrierefrei zugänglich. „Rollatoren oder Einkaufswagen müssten über die flachen Treppen angehoben werden“, erklärt Ortsvorsteher Klaus Nattrodt (CDU).

Vertreter des ASE werden die neuen Baupläne in einer der nächsten Sitzungen des Ortsbeirats vorstellen. Der 1968 errichtete, inzwischen baufällige Heddernheimer Steg soll dann zeitnah durch eine rund eine Million Euro teure Stahlkonstruktion ersetzt werden. Wann genau mit den Arbeiten begonnen werden kann, ist noch unklar. Klaus Nattrodt will sich für eine schnelle Einigung einsetzen. „Bis zum Sommer sollte der Termin stehen“, sagt er.

Im Zuge der Neugestaltung soll die Brücke zudem Farbe bekommen. In der Ortsbeiratssitzung kam ein alter Vorschlag des Bürgervereins Brücke 71 erneut auf den Tisch. Vor drei Jahren habe man schon über ein mögliches Farbkonzept für die zehn Schrägstielrahmenbrücken in der Nordweststadt diskutiert. Da zurzeit drei dieser Brücken (über die Ernst-Kahn-Straße, den Hammarskjöldring und den Praunheimer Weg) saniert werden, sei der Zeitpunkt günstig, diese Idee nochmals aufzugreifen, sagt Nattrodt. Die Mehrkosten für eine farbliche Gestaltung der Brücken seien nach Rücksprache mit dem ASE unerheblich.

Die unterschiedlichen Farbgebungen der Fuß- und Radwegbrücken sollen in erster Linie der Orientierung im Verkehr dienen. Das Stadtteilgremium sprach sich mehrheitlich für die Beplankung der Brücken in gediegenen Farben aus, die sich dezent in das Umfeld einfügen. Ein konkretes Farbkonzept müsse nun entwickelt werden.

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