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Heddernheim Schulneubau in Hedernheim verzögert sich

Die Neubauten für die Römerstadtschule werden frühestens im Frühjahr 2018 entstehen. Grund sind Verzögerungen in der Planung.

Grabungen
Das Grundstück an der Straße In der Römerstadt / Ernst-Kahn-Straße birgt viele archäologische Schätze. Foto: Andreas Arnold

In diesem Monat sollten die Bagger rollen an der Kreuzung Ernst-Kahn-Straße und In der Römerstadt. Ende 2016 wurde der Beginn der Neubauten für die Römerstadtschule für September 2017 angekündigt. Bis zum Baubeginn wird es jedoch noch dauern. Die Frage, wie es an der Schule weitergeht, wird am Donnerstag in der Sitzung des Ortsbeirats 8 behandelt.

Vor dem Frühjahr 2018, so der neue Stand, rechne man im Stadtschulamt nicht mit dem Beginn der Bauarbeiten, sagt Rüdiger Niemann, Referent im Bildungsdezernat. Im Stadtschulamt hatten sich die Planungen verzögert. Derzeit werde die Bau- und Finanzierungsvorlage erstellt.

Die archäologischen Grabungen sind demnach nicht der Grund für die Verzögerungen. Über die Gelegenheit, auf dem 4500 Quadratmeter großen Grundstück nun bis Anfang 2018 weiter arbeiten zu können, freut sich die Leiterin des Amtes für Denkmalschutz, Andrea Hampel, dennoch. „Es gibt hier zahlreiche Funde.“

Auf dem Gelände der Stadt, wo einst Baracken der US-amerikanischen Streitkräfte standen, ist zudem noch eine Betonplatte in den Boden eingelassen, die das Stadtschulamt entfernen lassen muss, bevor die Mitarbeiter des Denkmalschutzamtes die Funde dokumentieren können. Bisher haben sie eine Tempelanlage auf dem ehemaligen Forum der Römersiedlung Nida freigelegt, darunter noch Spuren von Militäranlagen der Römer.

Zwei Jahre Bauzeit

Zwei Jahre soll die Bauzeit der Römerstadtschule dauern. „Ich rechne damit, dass wir im Laufe des Schuljahres 2019/2020 umziehen können“, sagt Schulleiterin Elke Wagenblast. Die jetzigen Erstklässler der Grundschule werden wohl erst in ihrem letzten Schuljahr in der Römerstadt durch die Gänge der vier neuen Passivhäuser rennen, die dort entstehen sollen. Baulärm während des Unterrichts und ein kleinerer Pausenhof seien zwar eine Einschränkung für die Schüler. „Aber wir sind froh, dass wir den Neubau bekommen.“

Steigenden Schülerzahlen blickt das Stadtschulamt gelassen entgegen. Bisher sei die Betreuung der Schüler im alten Gebäude möglich gewesen. Kleine Umbauten konnten das gewährleisten. Sollte während der Bauphase ein Bedarf an zusätzlichen Räumen entstehen, werde im Amt geprüft, ob als Übergangslösung Pavillons auf dem Gelände aufgestellt werden können, sagt Rüdiger Niemann.

Gigi Witthohn, Elternbeiratsvorsitzende der Römerstadtschule, sieht dringenden Handlungsbedarf, vor allem in der Nachmittagsbetreuung. Nur 23 Kinder könnten derzeit daran teilnehmen. 43 weitere stünden ohne Betreuung da. Der Raummangel sei fatal. Container könnten die größte Not lindern.

Neben der Römerstadtschule werden die Ortspolitiker auch über die Zukunft der Europäische Schule am Praunheimer Weg und über den geplanten neuen Stadtteil südwestlich von Niederursel diskutieren.

Der Ortsbeirat 8 tagt am Donnerstag, 14. September, um 20 Uhr im Titus-Forum, Walter-Möller-Platz/Nidaforum 2.

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