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Heddernheim Bushaltestelle soll verlegt werden

Kritik an der möglichen Versetzung der Bushaltestelle „Heddernheimer Kirche“. Das sehe nicht nur unschön aus, sondern erschwere auch den Zugang zum Gotteshaus.

Der barrierefreie Ausbau der Haltestelle „Heddernheimer Kirche“ soll neu durchdacht werden. Das fordert der Ortsbeirat 8. Hintergrund ist, dass der Haltepunkt der Buslinie 60 im Zuge des geplanten Umbaus unmittelbar vor die St. Thomaskirche versetzt werden würde. Das wäre dem Charakter des denkmalgeschützten Gebäudes abträglich, sind sich Vertreter des Ortsbeirats und der Kirchengemeinde einig.

Das Stadtteilgremium schlägt stattdessen vor, die Haltestelle nicht wie geplant vor die Kirche zu rücken, sondern einige Meter weiter vor die Thomas-Wohnanlage in der Heddernheimer Kirchstraße 2. Die Umbauarbeiten würden sich durch die Neuplanung um drei Jahre verzögern und erheblich teurer werden. Der ursprünglich für Frühjahr/Sommer 2019 angedachte Ausbau sollte mit rund 50 000 Euro zu Buche schlagen. Eine Verlegung der Haltestelle vor die Wohnanlage werde deutlich teurer, sagt Michaela Kraft, Amtsleiterin für Straßenbau und Erschließung. Denn im Zuge dessen müsste die Kreuzung zur Heddernheimer Landstraße barrierefrei umgebaut werden. Dadurch würden die Kosten auf bis zu 100 000 Euro steigen. Mit dem Umbau könne dann frühestens erst im Jahr 2022 begonnen werden.

Das wollen der Ortsbeirat und die evangelische St.-Thomas-Gemeinde aus vielerlei Gründen sogar in Kauf nehmen. Denn neben ästhetischen Gesichtspunkten stört es sie, dass der barrierefreie Umbau eine Erhöhung der Bordsteinkante von zehn auf 22 Zentimeter mit sich bringe, damit sie auf dem gleichen Einstiegsniveau mit Bussen ist.

Kante erhöht Stolpergefahr

Dies sei aber deutlich höher als eine gewöhnliche Treppenstufe. Die Kante würde Besuchern mit Kinderwagen oder Rollator den Zugang zur Kirche erschweren und die Stolpergefahr erhöhen. Zudem wäre die Zufahrt für Fahrzeuge wie einem Leichenwagen oder einem Transporter für Musikinstrumente nicht mehr gegeben. Auch das Regenwasser könne nicht länger in Richtung Straße ablaufen.

Des Weiteren müsste mit dem Ausbau der Haltestelle auch das Inventar wie Fahrpläne, Haltestellenschild, Sitzbank vor die Kirche verlegt werden. Dadurch, so befürchtet der Ortsbeirat, würde der Eingangsbereich zum Kirchengebäude verengt werden. Eine Überdachung der Station würde zudem Bildaufnahmen von kirchlichen Feiern beeinträchtigen.

Das Einverständnis für eine Verlegung der Haltestelle vor das Gebäude Heddernheimer Kirchstraße 2 vonseiten der Gebäudeeigentümer, der Gemeinde und des Evangelischen Regionalverbandes ist gegeben. Die Anwohner erklärten sich einverstanden damit, dass im Zuge dessen ein Haltestellenschild und eine Bank auf einem Streifen vor dem Haus aufgestellt werden. Eine Prüfung des Antrags vonseiten des Magistrats steht noch aus.

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