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Harheim Ein Jugendzentrum für Harheim

Jahrelang vermissten Engagierte im Stadtteil Unterstützung von den Behörden, ehrenamtliche Initiativen für einen Jugendtreff liefen ins Leere. Jetzt hat die Stadt 86.000 Euro für Planung und Bau bewilligt.

Eduard Rose
Eduard Rose vom Verein Jugend in Harheim hat sich jahrelang für einen Jugendtreff am Sportplatz engagiert. Foto: Christoph Boeckheler

Nach Jahren des Wartens könnte Harheim doch noch ein Jugendzentrum (JUZ) bekommen. Die Stadt hat zuletzt 86 000 Euro bereit gestellt, um eine Einrichtung für offene Kinder- und Jugendarbeit im Quartier zu errichten. Damit reagierten die Verantwortlichen auf einen Antrag der SPD im Ortsbeirat, in dem ein Treffpunkt für Jugendliche gefordert wurde, .

Frühestens 2019 könnte es soweit sein. Für den Haushalt im übernächsten Jahr sei das Geld eingeplant, berichtet Manuela Skotnik vom städtischen Sozialdezernat. „Ob bis dahin ein Ort gefunden ist, ist schwer einzuschätzen“, sagt sie. Die Stadt will prüfen, ob sie bestehende Gebäude anmieten oder Container am Sportplatz in der Riedhalsstraße aufstellen könne. Für Gebäude und Planung seien die 86 000 Euro gedacht. „Personalkosten sind darin noch nicht enthalten“, sagt Skotnik.

Sollte der Standort mit Containern am Sportplatz gewählt werden, würde sich Geschichte wiederholen. Vor knapp zwei Jahren waren dort Container abtransportiert worden, die der Verein „Jugend in Harheim“ organisiert hatte, um darin einen Treffpunkt für junge, aber auch ältere Leute einzurichten. Einmal wöchentlich war ein Seniorennachmittag geplant. „Wir hatten alles schon zur Verfügung. Es ist letztlich am mangelnden Geld gescheitert“, erinnert sich Eduard Rose, Vorsitzender des Vereins. Vor sechs Jahren war der Verein mit dem Ziel gegründet worden, sich für ein JUZ stark zu machen. Er und sein Verein hätten jedoch die Unterstützung der Behörden vermisst, sagt Rose. Schwierig sei es mit der Baubehörde und der Jugendhilfe gewesen, erinnert er sich. Die Baugenehmigung habe beispielsweise lange auf sich warten lassen.

Verein ist seit Jahren aktiv

Dabei hatte der Verein viel in Bewegung gesetzt. 2012 bekam er ausrangierte Container von der Kindertagesstätte „In den Schafgärten“ geschenkt. Kerbeburschen und die Freiwillige Feuerwehr Harheim halfen, sie auf den Sportplatz zu transportieren. Doch bei einer Übung der Freiwilligen Feuerwehr Bonames wurden die Container versehentlich unter Wasser gesetzt. Nachdem sie in diesem Zustand dann einen weiteren Winter dort gestanden hätten, seien sie schrottreif gewesen.

Eduard Rose freut sich, dass die Stadt Mittel bereitstelle. Schade sei nur, dass es erst jetzt passiere. „Der Bedarf ist nicht erst gestern festgestellt worden“, sagt er. Immerhin gebe es den Verein noch. Nachdem „Jugend in Harheim“ vor einem Jahr auf dem Stadtteil-Weihnachtsmarkt mit einem Stand vertreten war, hätten die Mitglieder überlegt, den Verein „einzustampfen“. Dabei sei das Interesse bei der Gründungssitzung 2011 groß gewesen. 70 Menschen seien damals gekommen. Aktuell hat der Verein 28 Mitglieder. Rose hofft, dass es genug Leute im Ort, die sich weiter für das geplante JUZ engagierten. Er selbst wolle nicht mehr aktiv werden. Seine drei Kinder seien mit 16, 18 und 20 Jahren aus dem Alter für ein Jugendzentrum herausgewachsen.

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