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Goldstein/Ginnheim Neue Heimstätte geplant

Auf dem Areal von St. Johannes entsteht zusätzlich zum Gemeindezentrum das Jugendwohnhaus St. Martin. Die Einrichtung zieht aus Platzgründen aus Ginnheim fort.

Neubauten
Blick auf das neue Jugendwohnhaus. Foto: Königs Architekten

Am Wiesenhof 76 wird sich einiges verändern. In den Sommerferien lässt die Gemeinde Sankt Jakobus die alte Kirche St. Johannes abreißen. Im Herbst beginnt sie dann, neu zu bauen – eine 3,5 Millionen Euro teure, kleinere Kirche samt Gemeindezentrum. Die Pläne sind bekannt, der Termin rückt näher. Im Sommer 2019 könnte der Bau abgeschlossen sein.

Am Mittwoch hat die Gemeinde ein weiteres Vorhaben für das Areal vorgestellt: das neue Jugendwohnhaus St. Martin des Frankfurter Caritasverbandes. Die bislang in Ginnheim beheimatete Einrichtung bietet jungen Männern ab 14 Jahren ein Zuhause, die nicht mehr in ihrer Familie leben können. Die Jugendlichen werden bei Schul- und Berufsanforderungen unterstützt sowie zur Eigenverantwortung erzogen. Mit 18 Jahren können sie in Wohnungen ziehen, in denen sie zwar eigenständig leben, dennoch zeitweise unterstützt werden.

„Aktuell haben wir 16 Plätze in Ginnheim, die aber nicht mehr ausreichen“, sagt Volker Kusnierz bei der Vorstellung , Leiter des Jugendwohnverbandes. In Schwanheim soll deshalb Platz für 27 Jugendliche geschaffen werden. Baubeginn dafür könnte 2018 sein. Wie schon bei Kirche und Kita nimmt sich das Architekturbüro Königs aus Köln dem neuen Vorhaben an.

Die Frage, wie so ein Zuhause denn eigentlich aussieht, beantwortete Architekt Ulrich Königs knapp. „Was auffällt ist, dass es nicht auffällt.“ Der Neubau sei normal, aber nicht banal. Alle drei Häuser sind durch den mittig gelegenen Eingang zu erreichen. Von einem lichtdurchfluteten Entree, „dem Herzen“, mit Blick in den angrenzenden Garten und den Goldsteinpark führen die Wege in die drei Wohngruppen.

Jeweils neun Zimmer, einige davon behindertengerecht, sind um ein Wohnzimmer samt Küche herum angeordnet, bilden mithin eine Wohneinheit. „Die Zimmer sind alle um die zwölf Quadratmeter groß“, sagte Königs. Zudem gebe es jeweils ein Zimmer für den Betreuer. Im Keller würden Musik- und Fitnessraum eingeplant, im Erdgeschoss eines der Häuser Verwaltungsräume. Einen Kostenrahmen gebe es derzeit noch nicht, sagt Christiane Leonhardt-Icten vom Caritasverband. Man befinde sich aktuell erst in der Planungsphase. Der Bauantrag soll noch dieses Jahr eingereicht werden, sodass im Winter mit dem Abriss und 2018 mit dem Bau begonnen werden könne. Wann der fertig gestellt werde, bleibt offen.

Verbandsleiter Kusnierz ist auf jeden Fall erleichtert. „40 Briefe an Gemeinden haben wir verschickt, auf der Suche nach einem neuen Grundstück“, sagt er. Zwei hätten geantwortet. In Goldstein wird nun gebaut. Die Räume in Ginnheim würden nach dem Umzug weiter genutzt, wie, sei noch nicht geklärt. Kusnierz betont zudem, dass die Jugendlichen eine Bereicherung für den Stadtteil sein könnten, für die Vereine.

Bei den Zuhörern ebenso wie bei Werner Portugall, Pfarrer in der Kirche, stößt das Vorhaben auf positive Resonanz.

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