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Ginnheim Bienenlehrpfad eröffnet

FES und Grünflächenamt unterstützen Initiative am Ginnheimer Wäldchen. Kinder und Erwachsene für die bedrohte Honigbiene sensibilisieren.

Bienenlehrpfad
Das also ist eine Wabe – Grundschulkinder vom Abenteuerspielplatz Colorado Park helfen, den neuen Bienenlehrpfad zu eröffnen. Foto: Monika Müller

Bienen einmal von Nahem sehen – das war schon lange der Wunsch der neunjährigen Jazzmin. Am Donnerstag konnte sie mit sieben anderen Grundschulkindern vom Abenteuerspielplatz Colorado-Park diesen Traum wahr machen. Zusammen mit der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) und dem Grünflächenamt eröffnete der Kleingartenverein Ginnheimer Wäldchen gestern nämlich den ersten Frankfurter Bienenlehrpfad in der Straße Am Ginnheimer Wäldchen 5.

„Ich interessiere mich sehr für die Tiere. Deshalb bin ich mit dem Abenteuerspielplatz hierher gekommen. Ich will so viel wie möglich über Bienen wissen – und natürlich frischen Honig probieren“, sagte Jazzmin bei der Eröffnung. Wie alle Teilnehmer der knapp zweistündigen Erkundungstour trug sie einen Imkeranzug, Kopfschutz und Handschuhe. „Das ist sehr wichtig, sonst kann man gestochen werden. So ist man sehr sicher und kann sogar direkt an die Bienen dran“, erklärt sie selbstsicher. Neben dieser Einführung in die Arbeit des Imkers und dem Umgang mit Zehntausenden Bienen wurden den Kindern auch das Leben, das Arbeiten und der Nutzen der Tiere erklärt. Ein weiteres Highlight war die Verkostung von vier verschiedenen Honigsorten.

„Der beste Honig war der Lindenhonig“, erklärt die sechsjährige Gior, die vorhat, wieder auf den Pfad zu kommen. „Das war so interessant! Ich habe überhaupt keine Angst mehr vor Bienen, weil ich gelernt habe, dass sie eigentlich sehr friedlich sind und nur stechen, wenn sie sich bedroht fühlen.“

Genau diese Erkenntnis ist es, die die Betreiber des Bienenlehrpfads, Heinz-Werner Hirschhäuser, Imker und Vorstand des KGV Ginnheimer Wäldchen, sowie Imker Andreas Glienke von der Imkerei Walkmühle, bei Kindern erreichen möchten. „Kinder und auch Erwachsene sollen spielerisch in die Welt der Bienen eintauchen“, erklärt Hirschhäuser. „Unser Ziel ist es zu vermitteln, dass Bienen nicht nur extrem wichtig für die Natur sind, sondern leider auch vom Aussterben bedroht sind.“ Freilebend, so Hirschhäuser weiter, gebe es bereits keine Honigbienen mehr, weshalb es so wichtig sei, Kinder wie Erwachsene für Bienen und die Imkerei zu sensibilisieren. „Das klappt erstaunlich gut“, erklärt sich Andreas Glienke. „Ich hätte niemals mit solch einem Interesse und Engagement der Kinder gerechnet. Es ist so schön zu sehen, wie sehr sie der Pfad begeistert.“

Der Frankfurter Bienenlehrpfad im Grüngürtel umfasst etwa 2000 Quadratmeter und über eine Millionen Bienen. Finanziert und unterstützt wird er von der FES, die sich bereits seit zwei Jahren für den Schutz der Bienen in Frankfurt einsetzt, sowie dem Grünflächenamt. Der Eintritt für Gruppen ab zehn Personen beträgt zwischen vier und fünf Euro pro Kopf.

Anmeldungen können unter www.kgv-ginnheimer-wäldchen.de erfolgen. Dort sind zudem auch weitere Informationen zu finden.

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