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Frankfurt-Riedberg Anlaufstelle für alle Schichten

Der Kinderschutzbund hat auf dem Riedberg einen Eltern-Kind-Treff für Null- bis Dreijährige eröffnet. Das Angebot ist gratis und kann täglich genutzt werden.

Eltern-Kind-Treff auf dem Riedberg
Die neue Babylounge in der Riedbergallee soll an eine Meereslandschaft erinnern. Foto: Andreas Arnold

Dass ausgerechnet auf dem Riedberg ein Eltern-Kind-Treff fehlt, mutet auf den ersten Blick etwas merkwürdig an. In dem nördlichen Stadtteil leben frankfurtweit die meisten Familien. „Die Regelbetreuungsangebote sind gut etabliert“, sagt der Geschäftsführer des Kinderschutzbundes, Stefan Schäfer. „An offenen Treffs mangelt es aber.“

Abhilfe schafft eine neue Einrichtung, die am Mittwoch eröffnet hat. Täglich von 9.30 bis 13 Uhr können Mütter und Väter, Groß- und Tageseltern fortan mit ihren Kindern bis drei Jahren an die Riedbergallee kommen und sich austauschen. „Das Angebot ist kostenfrei“, betont Schäfer. Es richte sich an alle Schichten: „Es gibt keinen sozialen Ausschluss.“

Zwei Ehrenamtliche und eine Fachkraft betreuen die Besucher jeden Tag. Während Kinder erste Kontakte zu Gleichaltrigen knüpfen, können sich Eltern ausruhen. Das Konzept kommt an: „Der Zuspruch war schon 15 Minuten nach der Eröffnung sehr groß“, freut sich Einrichtungsleiterin Claudia Lukaschek. Tatsächlich wimmelt es am Mittwoch im 150 Quadratmeter großen, lichtdurchfluteten Raum von Kindern. Sie rutschen eine Holzrutsche hinab, toben in einer gepolsterten Meereslandschaft oder schmökern in Bilderbüchern.

Lukaschek kennt sich mit dem Thema aus, leitet sie doch auch das Pendant am Günthersburgpark. „Blauer Elefant“, heißt der Eltern-Kind-Treff, den es in der Comeniusstraße seit Jahren gibt. Die Idee für den neuen Treff auf dem Riedberg ist durch eine Kooperation des Kinderschutzbundes mit der Crespo Foundation entstanden. Im gemeinsamen Projekt „Babylose“ werden Familien in Entbindungskliniken beraten und bedarfsweise in Angebote der Frühen Hilfe vermittelt.

Die Erfahrung mit dem Projekt habe gezeigt, dass in manchen Regionen weitere niedrigschwellige Beratungsangebote für Familien benötigt werden, sagt Schäfer. So auch auf dem Riedberg. „Die Stadt hat uns den Bedarf bestätigt.“ Auch Gespräche mit dem Familienzentrum Billabong und dem Stadtteilarbeitskreis kamen zu diesem Schluss.

Der Kinderschutzbund will sich das bürgerschaftliche Engagement zu eigen machen. So denkt der Träger des neuen Treffs darüber nach, an den Nachmittagen Kurse für Eltern anzubieten – gemeinsam mit ortsansässigen Initiativen. „Wir hoffen, dass künftig auch Eltern aus der Nordweststadt und Kalbach kommen“, sagt Lukaschek.

Die Hoffnung hat sich schon erfüllt. „Wir kommen aus Kalbach“, sagt Jenny Just, die mit ihrer zweijährigen Tochter Merle zu den ersten Besuchern zählt. „Das ist eine tolle Einrichtung“, schwärmt die 26-Jährige, „vor allem, weil sie täglich geöffnet hat.“

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