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Frankfurt-Praunheim 25 Jahre Minifeuerwehr

Bereits seit 25 Jahren gibt es die Minifeuerwehr in Praunheim. Die Gruppe war 1992 die erste in der Stadt. Eine Feier im Mai ist Teil des Tags der offenen Tür.

Mini-Feuerwehr in Praunheim
Gruppenstunde mit Wehrmann Benjamin Hinze. Foto: Rolf Oeser

Sie waren Pioniere. Als sich 1992 die Praunheimer Minifeuerwehr für Kinder ab vier Jahren gründete, war sie die einzige in Deutschland, berichtet Wolfgang Mehmel. Der Gründer war damals zugleich bei der SG Praunheim Jugend-Fußballtrainer und stellvertretender Wehrführer bei der Feuerwehr Praunheim. „Ich musste mich aus Zeitgründen zwischen Feuerwehr und Fußball entscheiden“, erinnert sich der heute 65-Jährige.

Es wurde die Feuerwehr. Mehmel vermisste aber die Arbeit mit Kindern. Zudem war ihm aufgefallen, dass es durchaus Bedarf an Brandschutzerziehung bei den jüngeren Praunheimern gab. Also gründete er eine Minifeuerwehr. Was allerdings gar nicht so leicht war. Die vorgesetzten Feuerwehr-Verbände, Behörden und Versicherungen taten sich schwer mit der Idee. „Das fing ja schon damit an, dass in den Löschwagen keine Gurte sind“, berichtet Mehmel: „Wir betraten Neuland.“ Mit Erfolg. Gut 44 Kinder, 33 Jungs und elf Mädchen zwischen vier und zehn Jahren, sind heute bei der Wehr aktiv.

Derzeit lernen sie nicht nur, wie sie sich im Brandfall verhalten müssen. Sie bereiten auch die Feier zum 25. Geburtstag im Feuerwehrhaus An der Bitz vor.

„Das trägt man auf dem Kopf. Das schützt einen“, sagt der sechsjährige Casper in eine Kamera. Das Lösungswort „Feuerwehrhelm“ verrät der Knirps vorerst nicht. Casper soll gemeinsam mit Jannick (7) und Olivia (9) typische Dinge rund um die Feuerwehr vor der Kamera erklären, ohne den eigentlichen Begriff dabei zu verwenden. Wie bei der Fernsehsendung „Dingsda“. Der gefilmte Ratespaß ist einer der Programmpunkte der Feier.

Die Gäste sollen die Begriffe erraten, erklärt Betreuerin Nadine Zimmermann. Das Filmteam hat der Jugendclub Praunheim entsendet. Es ist die reguläre Gruppenstunde freitags von 16 bis 17 Uhr. Wer nicht Begriffe erklärt, lauscht Benny Hinse und Anita Kappes, die auf spielerische Weise verschiedene Schlauch- und Anschlussstücke vorführen und ihre Geheimnisse erklären.

Natürlich sollen die jungen Leute nicht mit zum Einsatz ausrücken und löschen. Aber lernen sollen sie es. Noch wichtiger: Die Betreuer vermitteln den Kindern, wie sie bei einem Feuer oder einem anderen Notfall zu reagieren haben, ohne sich dabei selbst in Gefahr zu bringen. Etwa, die Notfallnummer 112 anzurufen „und was sie dann am Telefon sagen müssen“, sagt Andreas Velte. „Das muss so in Fleisch und Blut übergehen, damit sie es im Falle der Fälle richtig machen.“

Sonja Suchomel hat das längst verinnerlicht. Die 13-jährige ist schon seit neun Jahren dabei, mittlerweile bei der Jugendfeuerwehr. Doch wenn die Minis Gruppenstunde haben, kommt sie gerne vorbei und hilft, den quirligen Haufen zu betreuen.

Ihre Eltern, Martina Kühn und Gerhard Suchomel, heute stellvertretender Wehrführer, haben 1992 zusammen mit Wolfgang Mehmel die Mini-Feuerwehr aufgebaut. „Das macht mir hier riesigen Spaß. Das ist für mich wie eine zweite Familie“, sagt die 13-Jährige.

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